Neuer Trainer

Das ist Armin Veh

HAMBURG. (oz) Mit der Verpflichtung von Armin Veh als neuem HSV-Trainer wurde das in Hamburg wohl bestgehütete Geheimnis der letzten Wochen gelüftet.

Doch wer ist der Mann, der Jarolim und Co. in der neuen Saison trainieren wird?

Armin Veh wurde am 01. Februar 1961 in Augsburg geboren.
Der junge Veh begann seine Fussballer-Karriere 1979 beim FC Augsburg, bevor er dann zu Borussia Mönchengladbach wechselte. 1980 stand Armin Veh mit Gladbach im Finale des UEFA-Cups, welches die Borussen aber verloren. Für ein Jahr wechselte Veh 1983 nach St. Gallen, kehrte dann aber bereits nach einem Jahr zurück, wo er seine Bundesligakarriere wegen eines komplizierten Beinbruchs auch schon beenden musste.

Insgesamt absolvierte Veh 65 Bundesligapartien und schoß dabei 3 Tore.

Auch seine Trainerkarriere begann Veh beim FC Augsburg. Von 1990 bis 1995 betreute er den damaligen Bayernligisten, mit dem Veh 1994 in die Regionalliga aufstieg. 1996 stiegt er mit der SPVGG Greuther Fürth in die 2. Bundesliga auf.

Mit der SSV Reutlingen, wo Veh von Juli 1998 bis Dezember 2001 tätig war, stieg Veh im Jahr 2000 ebenfalls in die Zweite Bundesliga auf. Weil er ein Angebot des Bundesligisten Hansa Rostock annehmen wollte, trat Veh im Dezember 2001 von seinem Traineramt zurück und heuerte an der Ostsee an.

In Rostock lief es zunächst nicht so richtig nach den Vorstellungen des neuen Coaches. In der Rückrunde gelang Veh mit seiner Mannschaft kein einziger Auswärtspunkt und Hansa sicherte sich erst am 33. Spieltag den Klassenerhalt. Auch 2002/2003 spielte Veh mit Rostock um den Klassenerhalt, wenn gleich ihnen zu Beginn der Saison ein Traumstart glückte und Hansa zweitweise sogar Tabellenzweiter der Bundesliga war.
In der Folgesaison trat Veh nach vier aufeinanderfolgenden Niederlagen am 06. Oktober 2003 zurück.

Bereits am 13. Oktober 2003 wurde Veh wieder Trainer beim FC Augsburg und verpasste den Aufstieg in die 1. Bundesliga nur knapp. Doch schon 2004 war wieder Schluß für Veh beim FC, am 27. September 2004 wurde er in Augsburg entlassen.

Nach eineinhalb Jahren ohne Trainerjob heuerte Veh im Februar 2006 beim VfB Stuttgart an. Obwohl Veh in seiner ersten Saison mit dem VfB nur auf Platz 9 abschloss und im UEFA-Cup frühzeitig ausschied, wurde der Vertrag mit Veh vorzeitig bis Sommer 2007 verlängert.

Die Saison 2006/2007 war das Meisterstück des Armin Veh.

Zur Winterpause lag der VfB auf Platz 4 der Bundesliga. Am 33. Spieltag übernahmen die Stuttgarter die Tabellenführung und feierten nach einem 2:1 Sieg über Energie Cottbus am letzten Spieltag die deutsche Meisterschaft. Im Finale um den DFB-Pokal unterlagen die Stuttgarter dann gegen den 1. FC Nürnberg.

In der Folgesaison schied der VFB als Gruppenletzter aus der Champions-League aus, konnte die Saison aber mit einem respektablen 6. Platz beenden. Am 23. November 2008 wurde Veh in Stuttgart beurlaubt.

Im Juli 2009 übernahm Veh dann den VfL Wolfsburg und trat die Nachfolge von Meistertrainer Felix Magath an. Gleichzeitig war Veh auch Geschäftsführer und Sportdirektor beim VW-Klub. Bereits in der Winterpause 2010 wurde Veh in Wolfsburg nach einer erfolglosen Hinrunde wieder entlassen.

Armin Veh ist gelernter Immobilienkaufmann und verheiratet. Mit seiner Frau hat er zwei Söhne.