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Die Tabelle Wo steht der HSV?
Pos Mannschaft Sp Tore Diff Pkt 1 •
Bor. Dortmund 34 66:22 44 75 2 •
Bay.Leverkusen 34 64:44 20 68 3 •
Bay. München 34 81:40 41 65 4 •
Hannover 96 34 49:45 4 60 5 •
Mainz 05 34 52:39 13 58 6 •
1. FC Nürnberg 34 47:45 2 47 7 ↑
1. FC K'lautern 34 48:51 -3 46 8 ↓
Hamburger SV 34 46:52 -6 45 9 ↓
SC Freiburg 34 41:50 -9 44 10 ↑
1. FC Köln 34 47:62 -15 44 11 ↓
Hoffenheim 34 50:50 0 43 12 ↓
VfB Stuttgart 34 60:59 1 42 13 ↓
Werder Bremen 34 47:61 -14 41 14 •
FC Schalke 04 34 38:44 -6 40 15 •
VfL Wolfsburg 34 43:48 -5 38 16 •
Bor. M'Gladbach 34 48:65 -17 36 17 •
Eintr. Frankfurt 34 31:48 -17 34 18 •
FC St. Pauli 34 35:68 -33 29 -
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18. Mai 2010
Bilanz
Kraus: “Habe das Vakuum nicht füllen können!”
HAMBURG. (oz) In einem Interview auf abendblatt.de vom Dienstag hat HSV-Vorstandsfrau Katja Kraus ihre persönliche Bilanz der abgelaufenen Saison gezogen. Sie zeigte sich unzufrieden mit dem derzeitigen Bild, welches der HSV nach außen abgibt. Gleichzeitig räumte Kraus ein, die Erwartungen, die Verein und Fans an sie hatten, nicht erfüllt zu haben. Sie sieht die Ursache in der schlechten Außendarstellung vor allem in der fehlenden Geschlossenheit und den öffentlichen Schuldzuweisungen aus Reihen des Umfeldes und der Mannschaft.
Die Entlassung von Trainer Bruno Labbadia sei notwendig gewesen, auch wenn die Entscheidung womöglich zu spät gefallen sei. Als Grund für die zögerliche Haltung des Vorstandes nannte Kraus den stetigen Drei-Tages-Rhythmus zwischen Spielen in der Bundesliga und der Europa-League.
„Im Rückblick lassen sich Situationen leichter bewerten, aber vielleicht haben wir uns durch den Drei-Tages-Rhythmus, durch den wir immer unmittelbar vor der nächsten Chance standen, alles zum Guten zu wenden, blenden lassen.“
Die von Kraus übernommene Verantwortung im sportlichen Bereich konnte sie im Rückblick auf die vergangenen Wochen nicht mit Leben füllen.
„Ich habe immer betont, dass ich nicht zur Verfügung stehe, Spielverläufe zu kommentieren“, so Kraus.
Sie zeigte sich selbstkritisch, das Vakuum, welches durch den fehlenden Sportchef entstanden sei, nicht habe füllen zu können.
Kraus erhofft sich durch den noch zu findenden neuen Sport-Vorstand, den HSV wieder nach vorn bringen zu können. Auf Nachfrage zu eventuell aufkommenden Kompetenzstreitigkeiten zwischen dem neuen Vorstand und dem sportlichen Leiter Urs Siegenthaler, sagte Kraus:
„Es geht doch nicht darum, wer als Letzter irgendetwas entscheiden darf. Sondern viel mehr darum, größtmögliche Kompetenzen für den HSV zu gewinnen, um gute Spieler rechtzeitig zu entdecken, an den HSV zu binden und hier weiterzuentwickeln.“
Nach Kraus Aussage hat sich der Vorstand bereits auf eine überschaubare Kandidatenliste für das Traineramt geeinigt. Der Trainer soll dabei zu der von Vorstand und Urs Siegenthaler erarbeiteten neuen Vereinspholosophie passen, nicht umgekehrt.
Die aufkommenden Kritik an der Arbeit des Vorstandes und vor allem an der Person Bernd Hoffmann, wollte Kraus zwar nicht überbewerten, weil Fussball „extrem von Emotionen geprägt ist“, räumte aber ein, dass auch ihr solche Rufe nahe gehen.
An einen freiwilligen Rücktritt hat die ehemalige Torhüterin jedoch nicht einmal gedacht:
„Nein. Das ist eine fantastische Aufgabe und ich bin Sportlerin, ich bin auch nicht aus dem Tor gelaufen, wenn der Druck stark wurde.“