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Letztes Spiel
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Die Tabelle Wo steht der HSV?
Pos Mannschaft Sp Tore Diff Pkt 1 •
Bor. Dortmund 34 66:22 44 75 2 •
Bay.Leverkusen 34 64:44 20 68 3 •
Bay. München 34 81:40 41 65 4 •
Hannover 96 34 49:45 4 60 5 •
Mainz 05 34 52:39 13 58 6 •
1. FC Nürnberg 34 47:45 2 47 7 ↑
1. FC K'lautern 34 48:51 -3 46 8 ↓
Hamburger SV 34 46:52 -6 45 9 ↓
SC Freiburg 34 41:50 -9 44 10 ↑
1. FC Köln 34 47:62 -15 44 11 ↓
Hoffenheim 34 50:50 0 43 12 ↓
VfB Stuttgart 34 60:59 1 42 13 ↓
Werder Bremen 34 47:61 -14 41 14 •
FC Schalke 04 34 38:44 -6 40 15 •
VfL Wolfsburg 34 43:48 -5 38 16 •
Bor. M'Gladbach 34 48:65 -17 36 17 •
Eintr. Frankfurt 34 31:48 -17 34 18 •
FC St. Pauli 34 35:68 -33 29 -
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7. Mai 2010
Nordderby
Mach’s noch mal, Trotsche!
HAMBURG. (oz) Es naht der letzte Spieltag einer, sagen wir es mal positiv, abwechslungsreichen Saison. Eine Spielzeit, in welcher der HSV-Fan alle Facetten des Fanseins durchleben durfte. Von riesiger Euphorie und Meisterschaftsträumen, über die Vorfreude auf ein europäisches Finale im eigenen Stadion, hin zu purer Frustration über das Verpassen der aufgestellten Ziele und dem Ende der erweckten Träume samt des Rausschmisses eines Trainers.
Dass der HSV nun noch immer die Chance hat, diese Saison einigermassen versöhnlich zu beenden, weckt Erinnerungen an die Spielzeit 2008/2009, wo man ebenfalls erst am letzten Spieltag der Saison durch ein Abseitstor von Piotr Trochowski gegen Eintracht Frankfurt den Einzug in die Europa-League klar machte.
Ist es vermessen zu hoffen, dass sich Geschichte in diesem Jahr wiederholen lässt, noch dazu in einem Nordderby gegen den Erzrivalen aus Bremen? Und wiederum ist man auf fremde Hilfe angewiesen, dieses Mal auf die der Hoffenheimer im Spiel gegen den VfB Stuttgart:
“Wenn das so klappt wie in der letzten Saison, dann freuen wir uns. Wichtig ist, dass wir unser Spiel gewinnen und dann können wir am Ende auch auf Stuttgart schauen”, so der Torschütze des wichtigen Tores am letzten Spieltag der vergangenen Saison, Piotr Trochowski, der gegen Bremen von Beginn an spielen soll und nichts gegen eine Wiederholung seines entscheidenden Treffers hätte.
Es sei eine große Herausforderung, die Bremer zu schlagen, aber natürlich auch die Riesenchance, diese Saison versöhnlich zu beenden. Die ganze Mannschaft habe die Hoffnung, noch einen Europapokalplatz zu erreichen, auch wenn man die Hoffnungen nicht zu sehr nach oben schrauben sollte, sagte Trochowski weiter.
Denkt man an Bremen, fallen dem HSV-Experten gleich die “Werder-Wochen” des vergangenen Jahres wieder ein. Duelle im UEFA-Cup, das Halbfinale im DFB-Pokal und ein Ligaspiel in nur 19 Tagen, an deren Ende genau wie in diesem Jahr, der totale Frust drohte.
“Das letzte Jahr ist vorbei, wir müssen uns jetzt ganz auf dieses Spiel konzentrieren und unsere Leistung wie am letzten Samstag gegen Nürnberg abrufen. Wir wollen das Spiel bestimmen und als Sieger vom Platz gehen”, gibt Jerome Boateng einen Ausblick auf die Marschrichtung am morgigen Samstag.
Wie verrückt Fussball sein kann, erleben wir also gerade am letzten Spieltag einer Saison immer häufiger. Viele Vereine spielen noch um Europa oder gegen den Abstieg, erst nach den finalen neunzig Minuten ist klar, wohin der Weg in der nächsten Saison führen wird, was auch für HSV-Kapitän David Jarolim zu den Eigenarten im Fussball gehört:
“Wir spielen wieder ein Derby und wollen gewinnen, nein wir müssen gewinnen (lächelt) . Wir haben plötzlich wieder die Chance international zu spielen – Fussball ist verrückt.”
Es wird aller Voraussicht auch das letzte Spiel für Interims-Coach Ricardo Moniz sein, der es nach der Beurlaubung von Bruno Labbadia zumindest teilweise schaffte, die Mannschaft wieder auf die Gewinnerseite zu holen.
“Er hätte es sich verdient, wenn wir das Spiel in Bremen gewinnen. Ricardo ist begeistert von Fussball, er hat den ganzen Respekt des Teams und vor allem er hat Respekt vor dem Team”, lobte Jarolim seinen Coach.
Die Suche nach einem neuen Trainer für die kommende Saison läuft beim HSV auf Hochtouren, ob der Weg von Ricardo Moniz fort aus Hamburg führt, werden die nächsten Wochen zeigen.
Zunächst einmal steht das letzte Spiel der Saison auf dem Programm: in Bremen, beim ewigen Rivalen. Es wäre durchaus möglich, dass sich Geschichte eben doch wiederholt. Und dass der HSV dabei die Bremer noch ärgern und ihnen die schon sicher geglaubte Champions-League-Qualifikation wieder vom Brot nehmen kann, gehört zu den kleinen aber feinen Nebeneffekten, die ein Hamburger Sieg mit sich bringen würde.