Konzept

So will Siegenthaler den HSV reformieren

HAMBURG. (oz) Der designierte Sportchef Urs Siegenthaler, der sein Amt beim HSV zum 01.08.2010 antritt, wird scheinbar nun doch einen Platz im Vorstand des Bundesligisten einnehmen.

Wie das “Hamburger Abendblatt” berichtet, hat Siegenthaler dem Aufsichtsrat seine Philosophie vorgestellt, mit der er den HSV reformieren will.

Die Annahme des Aufsichtsrats, Siegenthaler würde seine Rolle eher als Chefscout im Hintergrund sehen, musste das Kontrollgremium revidieren. Der Schweizer, der derzeit noch für den DFB arbeitet, will das Heft des Handelns in die eigene Hand nehmen und als “Vorstand Sport” gleichberechtigt neben den Vorständen Bernd Hoffmann und Katja Kraus die Geschäfte führen.

Siegenthaler soll klar gestellt haben, dass er neben sich und dem Trainer keinen weiteren Entscheidungsträger im sportlichen Bereich dulden werde:

“Das muss reichen. Wenn der Aufsichtsrat da noch jemanden holen will, bin ich zu viel.”

Auch in Sachen Trainersuche wird sich Bernd Hoffmann sehr eng mit Urs Siegenthaler abstimmen müssen.

“Er muss eine starke Persönlichkeit sein. Er muss gleich denken, gleich sprechen und gleich handeln.”

Der Trainer müsse in Zukunft zur Vereinsphilosophie passen, und nicht umgekehrt. Wie er seine Rolle bei der Trainerfindung sieht, machte Siegenthaler schnell klar: potentielle Kandidaten sollen von ihm allein benannt werden.

Siegenthaler skizzierte auch seine Vorstellungen im Bereich Nachwuchs und Kaderzusammenstellung.
Der neue Sportchef will in Zukunft eher auf deutsche Talente setzen und dabei die Nachwuchsarbeit optimieren, mit dessen Ergebnissen der letzten Jahre man nicht zufrieden sein könne.

Unabhängig von noch bestehenden Verträgen wird Siegenthaler ebenfalls den Kader der Profiabteilung durchleuchten und sich von dem ein oder anderen Profi trennen, der nicht in das Konzept des neuen HSV passt.

Der neue starke Mann beim HSV ist jemand mit Visionen und klaren Zielen. Etwas, dass dem HSV nur gut tun kann.

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