Europa-League

Aus der Traum – Fulham im Finale

LONDON. (oz) Der FC Fulham schlägt den Hamburger SV in einem dramatischen Finale mit 2:1. Zwei individuelle Fehler und fünf unachtsame Minuten bedeuten für den HSV das Aus.

Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel. Nichts war mehr zu sehen von defensiven Engländern, wie man sie noch in Hamburg sehen konnte. Bereits in der 3. Minute musste Rost gegen den genesenen Zamora klären, die anschliessende Ecke ging weit übers Tor.

Doch auch der HSV versteckte sich nicht. Man merkte der Mannschaft von Ricardo Moniz die Leidenschaft, von der alle in den letzten Tagen gesprochen hatten, auch auf dem Platz an. In der 14. Minute setzte sich David Jarolim auf rechts durch und versuchte auf den zentral mitgelaufenen Mladen Petric zu passen, was die gegnerische Abwehr jedoch verhindern konnte.

Gleicher Mladen Petric war es, der in der 22. Minute mit einem Traumfreistoß das Tor zum Finale ganz weit öffnete. Aus 29 Metern hämmerte der Kroate den Ball in den oberen linken Winkel. Die Führung für den HSV.

Fulham erhöhte den Druck und kam immer wieder gefährlich vor das Tor von Frank Rost. In der 31. Minute konnte der Keeper gegen Duff klären.

Der HSV wurde jetzt zunehmend in der eigenen Hälfte eingeschnürt, eine spürbare Entlastung nach vorn fand nicht mehr statt. Alles in allem jedoch eine verdiente Hamburger Führung zur Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit bot sich ein komplett anderes Bild. Der FC Fulham machte da weiter, wo er zum Ende der 1. Halbzeit aufgehört hatte. Der HSV agierte zunehmend hektischer, ohne die nötige Präzision.

In der 69. Minute war es Davies, der sich gegen Guy Demel durchsetzte und zum Ausgleich einnetzen konnte. Das Anrennen der Engländer ging weiter und wurde in der 76. Minute mit der 2:1 Führung durch Zoltan Gera belohnt, dem der Ball von Guy Demels Oberschenkel vor die Füße prallte.

Der Traum ist ausgeträumt, Fulham dreht verdient das Spiel und zieht ins Finale der Europa-League ein.

Für den HSV und seine Anhänger ein ganz bitterer Tag. Der Europapokal findet im nächsten Jahr ohne den HSV statt.