20. April 2010
UNTERFÖHRING/HAMBURG. (oh) Es geht alles seinen gewohnten Gang, nur noch zwei Tage und ein paar zerquetschte bis zum Anpfiff im Halbfinale gegen den FC Fulham.(22.4.2010 ab 20.15 Uhr live in SAT.1). Training, Interviews, morgen Pressekonferenz, Training und übermorgen DAS Spiel mit dem Ziel: Finale im eigenen Stadion.
„Es ist sicherlich ein Traum für jeden. Da wird auch alles beiseite geschoben. Egal, ob jetzt vieles negativ gesehen wird. Aber in diesen beiden Spielen wird jeder alles geben, um sich diesen Traum zu erfüllen“, sagt HSV-Keeper Frank Rost in einem Sat.1 Interview.
Aber trotzdem ist alles anders. Der HSV scheint zurzeit die personifizierte Unruhe zu sein. Am Sonntagmorgen setzte der HSV dem bisweilen aufgeblasenen Mediengewitter noch einen Donner obendrauf. Auf seiner Website erklärte er seinen Rücktritt aus dem Mannschaftsrat, weil ihm das Trainerteam Disziplinlosigkeit wegen eines unangemeldeten Kino-Besuchs mit Mannschaftskollegen vorwarf.
„Ich habe dem vorgegriffen. Das ist mein Fehler gewesen, da muss man dann auch die Konsequenzen ziehen. Damit ist das Thema für mich gegessen.”
Doch Rost legte heute noch einen nach und kritisiert den ständigen Wechsel des Trainerteams und somit auch die HSV-Führung.
“Jedes Jahr kommt ein neuer Trainer, der neue Ideen hat, der eine andere Philosophie hat. Das ist unwahrscheinlich schwierig. Das nagt an dem Verein, das nagt auch an den Spielern, das steckt auch nicht jeder Spieler so einfach weg. Fußball ist Tagesgeschäft. Mit der Kritik müssen wir leben. Da ist es natürlich klar, dass man sich die positiven Dinge sucht. Das ist die Europa League. Zwei mal Halbfinale, das winkende Endspiel im eigenen Stadion, das lässt alles andere in den Hintergrund rücken.”
Zum Zwist mit Coach Bruno Labbadia bezog Rost eine deutliche Position: „Für mich gehört es zu jeder Beziehung dazu, dass man sich streitet. Es geht nie gegen jemand persönlich. Wenn der ein oder andere da empfindlich reagiert oder sich persönlich beleidigt fühlt.”
Für diese Sentimentalitäten habe er, so Rost im Fußball leider keine Zeit. In der Zeit, in der er Fußball gespielt habe, hätte er schon viel Lehrgeld bezahlt und viel auf den Deckel gekriegt.
“Wichtig ist, dass man erhobenen Hauptes rausgeht und nicht total kleinkariert denkt und wochenlang beleidigt ist. Letztendlich eint uns ja, dass wir gerne Erfolg haben. Da müssen wir sämtliche persönlichen Eitelkeiten zurückstellen und da müssen wir versuchen, am Donnerstag ein gutes Ergebnis zu erzielen, das wir nach Fulham fahren können und sagen:
Wir schaffen das!“
20. April 2010
Sat.1-Interview
Frank Rost kritisiert ständigen Wechsel des Trainers
UNTERFÖHRING/HAMBURG. (oh) Es geht alles seinen gewohnten Gang, nur noch zwei Tage und ein paar zerquetschte bis zum Anpfiff im Halbfinale gegen den FC Fulham.(22.4.2010 ab 20.15 Uhr live in SAT.1). Training, Interviews, morgen Pressekonferenz, Training und übermorgen DAS Spiel mit dem Ziel: Finale im eigenen Stadion.
„Es ist sicherlich ein Traum für jeden. Da wird auch alles beiseite geschoben. Egal, ob jetzt vieles negativ gesehen wird. Aber in diesen beiden Spielen wird jeder alles geben, um sich diesen Traum zu erfüllen“, sagt HSV-Keeper Frank Rost in einem Sat.1 Interview.
Aber trotzdem ist alles anders. Der HSV scheint zurzeit die personifizierte Unruhe zu sein. Am Sonntagmorgen setzte der HSV dem bisweilen aufgeblasenen Mediengewitter noch einen Donner obendrauf. Auf seiner Website erklärte er seinen Rücktritt aus dem Mannschaftsrat, weil ihm das Trainerteam Disziplinlosigkeit wegen eines unangemeldeten Kino-Besuchs mit Mannschaftskollegen vorwarf.
„Ich habe dem vorgegriffen. Das ist mein Fehler gewesen, da muss man dann auch die Konsequenzen ziehen. Damit ist das Thema für mich gegessen.”
Doch Rost legte heute noch einen nach und kritisiert den ständigen Wechsel des Trainerteams und somit auch die HSV-Führung.
“Jedes Jahr kommt ein neuer Trainer, der neue Ideen hat, der eine andere Philosophie hat. Das ist unwahrscheinlich schwierig. Das nagt an dem Verein, das nagt auch an den Spielern, das steckt auch nicht jeder Spieler so einfach weg. Fußball ist Tagesgeschäft. Mit der Kritik müssen wir leben. Da ist es natürlich klar, dass man sich die positiven Dinge sucht. Das ist die Europa League. Zwei mal Halbfinale, das winkende Endspiel im eigenen Stadion, das lässt alles andere in den Hintergrund rücken.”
Zum Zwist mit Coach Bruno Labbadia bezog Rost eine deutliche Position: „Für mich gehört es zu jeder Beziehung dazu, dass man sich streitet. Es geht nie gegen jemand persönlich. Wenn der ein oder andere da empfindlich reagiert oder sich persönlich beleidigt fühlt.”
Für diese Sentimentalitäten habe er, so Rost im Fußball leider keine Zeit. In der Zeit, in der er Fußball gespielt habe, hätte er schon viel Lehrgeld bezahlt und viel auf den Deckel gekriegt.
“Wichtig ist, dass man erhobenen Hauptes rausgeht und nicht total kleinkariert denkt und wochenlang beleidigt ist. Letztendlich eint uns ja, dass wir gerne Erfolg haben. Da müssen wir sämtliche persönlichen Eitelkeiten zurückstellen und da müssen wir versuchen, am Donnerstag ein gutes Ergebnis zu erzielen, das wir nach Fulham fahren können und sagen:
Wir schaffen das!“