Interview

Boateng:”Haben Selbstbewußtsein getankt!”

HAMBURG. (oh) Das Hinspiel endete 1:0 für den VfL Bochum und war somit die zweite Heimniederlage nach der Pleite gegen Borussia Mönchengladbach (2:3) in Folge. Der letzte Sieg lag somit fünf Spiele zurück (3:1 gegen Hertha, das, in dem sich Petric verletzte). Drei Punkte aus fünf Spielen. Eine nahezu exakte Kopie dessen durchlaufen die Rothosen in diesen Wochen. Auch jetzt datiert der letzte Sieg aus dem Spiel gegen Berlin, danach holte der HSV lediglich zwei Punkte gegen Schalke und Hannover, auch diesmal verlor man gegen Gladbach. Bundesliga-Weltunter-gangsszenarien werden gemalt, doch die gleichen “Maler” ergötzen sich nun im Europa-Pokal an purer Goldgräberstimmung. Hier zogen die Mannen von Bruno Labbadia in Form einer Spitzemannschaft in das Halbfinale der Europa-League ein.

HSV3000.de hat bei Jerome Boateng nachgefragt, wie die Mannschaft nach den internationalen Erfolgen nun in der Liga den Schalter umlegen will.

HSV3000.de: Jerome, nach dem starken Spiel gegen Lüttich steht nun wieder Bundesliga auf dem Spielplan, wie geht man nach der Galavorstellung in der Europa-League nun in so ein Spiel gegen Bochum?

Jerome Boateng: Ich denke, dass wir Selbstbewußtsein getankt haben und wollen jetzt in Bochum einen Dreier einfahren, dafür müssen wir gewinnen und wieder als Mannschaft gemeinsam auftreten.

HSV3000.de: Bochums Coach Heiko Herrlich hat bereits angekündigt dem Spiel mit einer „Zermürbungstaktik“, sprich mit viel Lauf- und Kampfbereitschaft anzugehen, ganz so wie es Hannover 96 am vergangenen Sonntag demonstriert hat. Keine guten Vorzeichen, oder?

Jerome: Stimmt, das ist mit Sicherheit kein gutes Vorzeichen, aber ich denke wir werden wieder viel Ballbesitz haben und unsere Chancen bekommen und auch wenn es nur 2-3 sind, dann müssen wir die reinmachen und hinten einfach zu null spielen. Ich hoffe, dass das klappt.

HSV3000.de: Was habt Ihr denn für Schlußfolgerungen aus der Begegnung gegen Hannover gezogen, gerade wenn Euch jetzt praktisch das gleiche Spiel erwartet?

Jerome: Es ist halt immer schwer, wenn die mit 8-9 Mann dahinten drin stehen und 1-2 davor, dann kriegt man nicht so super viele Chancen, vielleicht durch ein Standard. Wenn man dann ein Tor macht, dann müssen die auch aufmachen und wollen den Ausgleich. Aber erst muss man das Tor machen und ich denke, man muss sich so viele Chance wie möglich erarbeiten und hoffe, dass wir dann einen Treffer erzielen. Gegen Hannover hatten wir auch unsere Chancen, aber haben halt kein Tor gemacht. Denn so schlecht haben die auch nicht verteidigt und natürlich sind die Fans dann unzufrieden. Aber während des Spiels müssten die uns unterstützen und nicht pfeifen.