Europa-League

Petric macht alles klar für’s Viertelfinale

ANDERLECHT. (oh) Was für ein Europapokal-Abend, nix für schwache Nerven, der pure Wahnsinn. Hamburg verliert 3:4 (1:2) gegen RSC Anderlecht und erreicht wegen des 3:1 Vorsprungs aus dem Hinspiel dennoch das Viertelfinale. Dabei sah es zwischenzeitlich immer wieder ganz gut aus. Doch der HSV war im Defensivverhalten heute einfach zu durchlässig und darf sich mit der knappen Niederlage sogar noch glücklich schätzen.

“Ich bin froh, dass wir nicht ganz eingebrochen sind und finde gut, dass wir uns gewehrt haben und die Konter gut gespielt haben. Natürlich dürfen wir solche Tore nicht kriegen. Aber wir sind froh, dass wir weiter sind”, so Marcell Jansen gegenüber dem TV-Sender sky.

Auf die Frage, wo der Weg des HSV in Europa ende, sagte Jansen:

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Marcell Jansen traf zum zwischenzeitlichen 2:2.

“Es sind immer Finalspiele, es ist alles möglich. Es macht einfach Spass und wir müssen nun in der Liga jetzt wieder punkten. Wir werden Gas geben, doch wir müssen auch noch einiges analysieren. Aber heute war einfach das Weiterkommen wichtig”, erklärt der Nationalspieler, der angeschlagen in der 79. Minute vom Platz musste. Für ihn kam Robert Tesche.

Der HSV hatte das Spiel in der ersten Hälfte eigentlich im Griff und überstand einen Auftakt-Sturmlauf der Belgier schadlos. Erst in der 42. Minute begann das “Scheibenschießen” auf beiden Seiten. Jerome Boateng eröffnete mit einem Traumtor von der linken Seite und überwand Keeper Proto mit einem klasse Schuß ins lange Eck. 0:1 (42.). Nur zwei Minuten später glich der 16-jährige Lukaku zum 1:1 aus. Doch anstelle mit einem Unentschieden in die Pause zu gehen, legte Anderlecht noch einen in der dritten Minute der Nachspielzeit nach. Boateng foult Suarez im Strafraum – Elfmeter, Suarez tritt selber an und trifft. 2:1 für den RSC.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste, Anderlecht bringt die Hamburger ein ums andere Mal in Bedrängnis, doch das Tor machen die Rothosen. Marcell Jansen erzielt das 2:2 in der 54. Minute. Alles gut, oder? Anderlecht muss nun 3(!) Tore schießen, um weiter zu kommen.

Und das gelang den Königlichen sogar fast. Biglia bringt Anderlecht schon fünf Minuten nach Jansens Treffer wieder in Front – 3:2. Doch damit nicht genug und als ob die vier Tore von Leverkusen nicht schon hart genug gewesen wären, legte Boussoufa in der 66. Minute auch im Hexenkessel Constant-Vanden-Stock-Stadion das vierte obendrauf.

Jetzt war es am HSV, die totale Abfuhr zu verhindern. Das gelang Mladen Petric dann endlich in der 75. Minute – 3:4 aus Hamburger Sicht. Doch die verbleibenden 15 Minuten plus Nachspielzeit sollten Anderlecht  nicht mehr reichen, um zwei weitere Tore zu markieren.

Der HSV ist im Viertelfinale, der Gegner wird am Freitag (19.03.) in Nyon um 13:00 Uhr ausgelost. Potentielle Kandidaten sind: Standard Lüttich, FC Liverpool, VfL Wolfsburg, FC Valencia, FC Fulham, Benfica Lissabon und Atletico Madrid.

Halbfinalgegner 2009, der SV Werder Bremen schied am Abend mit 4:4 (Hinspiel 1:1) im eigenen Stadion gegen Valencia aus. Wolfsburg setzte sich in der Verlängerung gegen Rubin Kasan am Ende mit 2:1 (Hinspiel 1:1) durch.

Der HSV wird am Freitag gegen 11:20 Uhr auf dem Flughafen-Fuhlsbüttel zurückerwartet.