Europa-League

“Wollen uns nicht auf dem Vorsprung ausruhen!”

HAMBURG-FLUGHAFEN. (oh) Rund 35 Stunden vor dem Anpfiff gegen den RSC Anderlecht hat sich der HSV mit 19 Spielern auf den Weg nach Belgien gemacht, um das Klassenziel Viertelfinale in der Europa-League in Angriff zu nehmen. In Anbetracht des 3:1 Hinspielerfolges am letzten Donnerstag stehen die Chancen aber gut eine Runde weiterzukommen.

“Wir haben morgen ein sehr schwieriges, aber interessantes Spiel vor uns. Wir haben uns eine gute Ausgangslage geschaffen und müssen auch mit diesem Selbstvertrauen ins Spiel gehen”, so Bruno Labbadia.

Der Vorsprung von 3:1 ist generell komfortabel, aber durch das auswärts erzielte Tor der Belgier unter Umständen auch schnell nichts mehr wert. RSC würde ein 2:0 genügen, um die nächste Runde zu erreichen. Auf der einen Seite käme Anderlecht die vielzitierte Offensivstärke  im eigenen Stadion entgegen. Auf der anderen Seite könnten die freien Räume in der gegnerischen Hälfte dem HSV die Gelegenheit geben, vor dem RSC-Tor zu kombinieren.

“Klar ist, dass Anderlecht das Spiel machen muss, weil sie den Rückstand aufholen wollen und sich dementsprechend Räume ergeben  können, aber die müssen auch genutzt werden. Wir fahren jetzt nicht nach Anderlecht, um uns nur hintenrein zu stellen, das ist nicht unser Spiel. Wir werden versuchen sehr kompakt zu stehen, um aus einer guten Defensive heraus zu spielen”, erklärt der HSV-Coach.

Die Rothosen wollen somit auch das Spiel nach vorne treiben, aber auch die Abwehrarbeit trotz des vermeintlich deutlichen Vorsprungs nicht vernachlässigen

“Das wichtigste ist, dass jeder in das Spiel hinein geht, um den Vorsprung zu verteidigen, das ist ganz wichtig. Gleichzeitig wollen wir uns nicht auf dem Vorsprung ausruhen, es ist jeder gefordert auch für die Abwehr zu arbeiten.”

Für die Hamburger ist die Europa-League so etwas wie der letzte Strohhalm, die zunächst sehr gute Saison, nach den letzten Ergebnissen und dem verlorenen Anschluß an die Champions-League Plätze, wieder geradezurücken.

“Wir haben immer noch die zwei Möglichkeiten auf uns aufmerksam zu machen. In der Bundesliga geht es um Platz 4 und in der Europa-League haben wir das Tor mit dem Hinspiel ein Stück geöffnet und demenstprechend sollten wir motiviert sein”, analysiert Bruno Labbadia die Ausgangslage für die verbleibende Saison.

Wem Bruno Labbadia morgen Abend in der Startelf das Vertrauen schenken wird ist noch unklar. Auch in Sachen Ruud van Nistelrooy (blieb gestern im Trainingszentrum) wollte sich der Coach aus taktischen Gründen nicht in die Karten schauen lassen. Eines ist aber sicher, der Kader von Leverkusen plus Tomas Rincon wäre soweit fit und einsatzbereit, aber:

“Wir haben bewußt 19 Spieler mitgenommen und müssen dann noch sehen, wie sich der eine oder andere fühlt. Danach werden wir entscheiden, wer dann im Kader ist”, so Labbadia.

Auflösung morgen bei HSV3000.de.