Europa-League

Eddy Sözer:”Ergebnis hat erste Priorität!”

HAMBURG. (oh) Morgen geht das Unternehmen “Finale im eigenen Stadion” in die fünfte Runde. Nach der erfolgreichen Gruppenphase und der Zwischenrunde steht mit dem 29-fachen belgischen Meister RSC Anderlecht ein alter Bekannter vor der Tür. 1977 holten die Rothosen im Finale von Amsterdam den Europapokal der Pokalsieger. Der Glanz von damals soll am besten schon morgen mit einem aussichtsreichen Ergebnis auf das Viertefinale wieder aufpoliert werden. Doch nach der mageren Fußballkost gegen Hertha, sollte auch gegen Anderlecht wohl eher kein Zauberfußball vorausgesetzt werden.

“Die kommenden Wochen sind sehr wichtig und entscheidend. Aber abgesehen von Spielqualität hin und her, müssen wir hohe Tendenz auf das Ergebnis legen. Es sind wichtige Spiele momentan und da hat das Ergebnis erste Priorität”, verrät Co-Trainer Eddy Sözer.

Und das wird gerade gegen Anderlecht auch dringend nötig sein, unabhängig davon, ob es den Zuschauern gefällt oder nicht. Abwehr-Chef Joris Mathijsen fragte nach dem Spiel gegen Hertha, was denn besser sei: Ein dreckiger Sieg oder schön gespielt, aber verloren?

“Wir haben Anderlecht analysiert, es ist eine sehr gute kompakte Mannschaft, spielerisch stark, die unterschiedlich ein 4-2-3-1 oder 4-3-3 System spielt. Sie kommen schnell über die Außenpositionen und haben sehr viele große Spielern innerhalb der Mannschaft”, so Sözer, denn alleine drei der vier Stürmer sind über 1,90m.

Das der Rekordmeister aus dem Vorort Brüssels zudem noch in der letzten Runde Athletic Bilbao rausgeworfen hat zeigt, dass das Team von Trainer Ariel Jakobs in topform ist. “Man weiß, dass spanische Mannnschaften immer schwer zu spielen sind”, ergänzt Sözer.

Während die Konzentration der Trainer auf den Gegner gerichtet ist, liegt der Fokus der Fans eindeutig auf HSV-Weltstar Ruud van Nistelrooy, wann wird er endlich von Beginn an spielen und über 90 Minuten das Stadion verzaubern.

“Ruud ist natürlich immer ein Thema, wir haben eine gute Basis und er ist immer eine wichtige Option”, so Labbadias Co-Trainer.

Der Niederländer selbst sagt, er sei fit und wolle in der Startelf stehen, das sei es, wofür er arbeite. Auch, um sich vielleicht mit einem Shootingstar des belgischen Sturms messen zu wollen.

“Mit dem 16 Jahre alten Romelo Lukaku hat Anderlecht eines der größten (Sturm-) Talente Belgiens oder sogar der Welt in seinen Reihen”, erklärt van Nistelrooy auf der Vereins-Homepage.

Wie der HSV seine Mannschaft einstellen will, um unter anderem auch den Wunderstürmer zu stoppen, dass wird Bruno Labbadia hoffentlich um 14 Uhr in der Pressekonferenz verraten. Mit dabei auch Kapitän David Jarolim.

Hier geht’s zur Pressekonferenz (ab 14:45 Uhr ‘live on tape’ bei HSV3000.de zu hören)