Europa-League

PSV: Van Nistelrooy schon in der Startelf?

HAMBURG. (oh) 500 Augen verfolgten heute beim Training und strahlendem Sonnenschein jede Bewegung und jede Ballberührung ihres neuen Hamburger Super-Stars. Ruud van Nistelrooy hat sich, möchte man meinen, mit den beiden Express-Treffern (2 Treffer in 90 Sekunden, mit nur vier Ballberührungen) gegen den VfB Stuttgart schon jetzt ein Denkmal gesetzt.

“Natürlich wissen wir auch, wenn er gut eingesetzt wird,  dass er eine Waffe ist und das haben unsere Jungs im Mittelfeld und Marcus auch gut gemacht. Natürlich war es ein positiver Impuls, wenn er reinkommt und dann solche Aktionen hat”, so Marcell Jansen über van Nistelrooy, den Bruno Labbadia in der 65. Minute für Tunay Torun in die Partie brachte.

Und dass nicht nur die Mannschaft richtig glücklich über die Tore war, zeigte der Jubel nach dem 1:3. Van Nistelrooy lief zur Trainerbank und alle waren aufgestanden, um “Van the Man” zu gratulieren, man hatte den Eindruck, jeder wolle ihn, den großen Ruud, nur einmal anfassen, um beim Jubel dabeigewesen zu sein.  Auch 48 Stunden danach glänzten Eddy Sözer noch die Augen, der Stolz in seiner Stimme hatte fast schon etwas von Ehrfurcht.

“Es ist natürlich unheimlich schön, wenn man einen Spieler wie Ruud van Nistelrooy hat und er kommt in die Mannschaft, und jeder weiss, dass er überall Torschützenkönig war, die Champions-League dreimal als Torschützenkönig abgeschlossen hat, kommt und beweist es dann in so einem Spiel unter Druck, das ist Wahnsinn, oder? Jeder hat gefragt, schafft er es nach anderthalb Jahren und er kommt dann rein, macht zwei Tore, mit rechts und mit links, dass ist natürlich eine wahnsinnig emotionale Sache, ähnlich wie mit Romeo Castelen in Wolfsburg (traf nach 18 Monaten Verletzungspause zum 2:4, d. Red.), nach so langer Zeit, das ist schön für die Mannschaft, das  sind sehr positive Impulse und das gibt einem auch sehr viel Kraft.” (schwärmenden Eddy Sözer im O-Ton am Ende des Artikels anhören)

Nun ist natürlich die ganze HSV-Fußball-Fan-Gemeinde heiß. Wann bringen ihn die Trainer auf die volle Distanz. Schon am Donnerstag in der Europa-League gegen seinen Ex-Club PSV Eindhoven oder erst am Samstag gegen Eintracht Frankfurt?

“Ich kann es nicht sagen”, so Sözer. “Wir wollen ihn einfach komplett fit haben, das kann am Donnerstag sein, das kann am Samstag sein. Wir haben zwei sehr enge Spiele (innerhlab von 48 Stunden, d. Red.), das müssen wir jetzt einfach abwarten, ohne eine Tendenz herauszugeben, spielt er von Anfang an oder nicht. Wir müssen entscheiden, was passt besser. Ist er am Donnerstag schon bereit oder bietet man alternativ einen Einsatz später und dafür am Samstag von Beginn an, oder beides auf der Bank.  Es kann sogar sein, dass er beide Spiele von Anfang an macht.”

Das klingt schon ziemlich nach einer Startelf-Premiere im eigenen Stadion und heißt wohl,  dass ein Einsatz über 90 Minuten von Seiten der Trainer zu verantworten wäre.

“Das eine ist natürlich seine Torkunst, das andere ist die körperliche Leistungsfähigkeit”, schränkt Sözer ein. “Da haben wir noch einige Defizite aufzuarbeiten und man sieht einfach wie gut er arbeitet, dass er in der kuzen Zeit von drei Wochen seinen Plan eingehalten hat.”

Kurzum, er hat gezeigt, dass er jeder Zeit in die Mannschaft rein kann, keine Anlaufzeit braucht und auch sofort seine Chance nutzen kann.

Und so wartet der HSV-Anhang auf Lotto bei der Startaufstellung: “Mit der Nummer 22,   Ruud…”

Fortsetzung folgt!

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