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Katja Kraus auf dem Weg zur Sportchefin?

HAMBURG. (oh) Es ist mittlerweile fast schon eine unendliche Geschichte, seit Juli 2009 sucht der HSV einen Sportchef und muß sich offenbar nun eingestehen, dass das Anforderungsprofil für einen externen Sportdirektor vielleicht doch zu hoch ist? Darum könnte nun die Lösung auf dem kurzen Dienstweg gefunden worden sein. Bild.de gibt den Gerüchten um eine Nachfolge Dietmar Beiersdorfers heute neue Nahrung. Katja Kraus (39), Vorstand zuständig für Marketing und Kommunikation könnte in das Amt einsteigen und zur zweiten Vorsitzenden des Vereins aufsteigen.

HSV3000.de vergleicht Anforderungsprofil und Fähigkeiten:

  • Profil

“Er muss ja nicht nur sportliche Kompetenzen,  sondern auch das Netzwerk in Sachen Transfers besitzen. Wir brauchen jemanden, der die sportliche Philosophie des Vereins entwickelt und prägt. Und der dazu in dieses gut funktionierende Team passt”, erklärte Horst Becker vor ein paar Tagen in einem 3000er-Gespräch.


  • sportliche Kompetenzen:

Sie absolvierte als Torwart des FSV Frankfurt 220 Spiele in der Bundesliga. Sie wurde dreimal deutsche Meisterin (1986, 1995, 1998) und viermal deutsche Pokalsiegerin (1990, 1992, 1995, 1996). In der Nationalmannschaft absolvierte Katja Kraus zwischen 1995 und 1997 sieben Spiele, wurde Vize-Weltmeisterin 1995, Europameisterin und nahm an den Olympischen Spielen 1996 teil.

  • Netzwerk in Sachen Transfers

Arbeitete zwischen  1997 und 2003  zunächst im PR-Ressort von adidas, anschließend als Pressesprecherin von Eintracht Frankfurt. Seit März 2003 besetzt sie als erste Frau eine Vorstandsposition bei einem deutschen Fußball-Bundesligisten. Hat sich in den letzten 7 Jahren ein entsprechendes Netzwerk aufbauen können.

  • sportliche Philosophie des Vereins entwickelt und prägt

Fordert Fußballer mit einer gewissen Strahlkraft und ein Gerüst von Spielern, die glaubwürdig für den Verein stehen und länger bleiben, weil sie sich mit dem Klub identifizieren. Als Beispiel für dieses Philosophie nennt sie Uwe Seeler, der in seiner aktiven Zeit nur für den HSV spielte.

  • in dieses gut funktionierende Team passt

Bestens vertraut mit HSV-Boss Bernd Hoffmann, kennt alle Formen und Wege innerhalb des Vereins. Denkt strategisch und ist in der Lage konstruktive Ideen umzusetzen. Pflegt unermüdlich den Kontakt zu Medien, Sponsoren und Vereinspartnern, befasst sich mit dem Ticketing ebenso wie mit dem Merchandising und koordiniert die Marketingmaßnahmen.

“Es ist unser gemeinsames Ziel, den HSV insgesamt noch viel erlebbarer zu machen”, so Kraus in einem Interview mit der Welt (07/2004).

Wie ist Eure Meinung, wäre Katja Kraus die richtige Person für den Sportchefposten? Jetzt Kommentar hinterlassen und mitdiskutieren.

7 Kommentare

  1. HSVer
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 10:54 | Permanent-Link

    Naja der Artikel in der BILD ist doch sehr spekulativ. Aber grundsätzlich ist das vielleicht eine gute Idee. Frau Kraus macht einen guten Job und kennt den HSV. Wenn sie mit Bruno gut zurecht kommt, wieso eigentlich nicht.

  2. horst schlau
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 11:01 | Permanent-Link

    Na, den Bernd würde es doch bestimmt freuen !!!

  3. Olaf
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 11:02 | Permanent-Link

    Anforderungsprofil und Fähigkeiten scheinen zu passen. Könnte mir die interne Lösung vorstellen und spart Millionen für zusätzliche Gehälter. Millionen für Rafa im Sommer ;-)

  4. horst schlau
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 15:09 | Permanent-Link

    Also zu Thema „sportliche Kompetenz“: Zwar viele Spiele in der Bundesliga gespielt und viele Titel gewonnen, aber dies halt (nur) im Damenbereich.

    Zum Thema: „Transfers“: Was hat die von Ihnen zitierte Arbeit mit Transfers zu tun? Ihr beruflicher Werdegang passt sehr gut in das Ressort Marketing und Kommunikation.

    Zum Thema „sportliche Philosophie“: Der Gedanke ist zwar sehr nett und wäre löblich, aber leider sehr veraltet ! Die Zeiten um Uwe Seeler sind doch (leider) sehr lange vorbei, oder ?

    Und abschließend zu Thema „gut funktionierendes Team“: Ihr enges Verhältnis zu Herr Hoffmann. Der HSV braucht bestimmt keine Marionette als Sportdirektor !!! Was dem Machtmenschen aber bestimmt gut in den Kram passen würde.

    Und sind Sie sicher, das der Kontakt zu den Medien ein Vorteil für Frau Kraus darstellt ??

    Ich denke nicht. Also „Schuster bleib bei deinen Leisten !!!“

  5. HSVer
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 15:41 | Permanent-Link

    Interessanterweise haben viele Ex-Profis Frauen als Manager gehabt, ihre eigenen noch dazu. Martina Effenberg, Bianca Illgner, Angela Hässler glaub ich auch, oder?

    Und die haben noch nicht mal Fussball gespielt sondern waren einfach nur geschäftstüchtig. Sowas kann offenbar auch schon ausreichen.

    Da sind die Kontakte, die Frau Kraus in den Jahren zwischen PR und Presse, Marketing gemacht hat sicherlich nicht hinderlich.

    Olli Kahn, den alle als Affen mit den Bananen verspottet haben, wird kaum bei Bayern den Platz verlassen schon ein Engagement bei Schalke angedichtet.

    Ich persönlich könnte auf einen Sportchef zurzeit gänzlich verzichten.
    Vielleicht ist es alles aber nur eine Ente ;-)

  6. horst schlau
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 16:21 | Permanent-Link

    Und wie sieht es bei den Sportdirektoren anderer Vereinen aus ???

  7. HSVer
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 16:40 | Permanent-Link

    Gute Frage, außer bei Bayern und Bremen schafft es offenbar kein Sportdirektor regelmäßig was zu gewinnen. Scheint da offenbar auch nicht so prickelnd erfolgreich zu sein, trotz illustrer Namen wie Heldt, Bader, Kreuzer oder ein Grill, der zwar Spielerberater ist, aber von Titeln träumt, oder nicht?

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