Kaderplanung

Boateng verletzt – HSV mit van Nistelrooy nach Köln

HAMBURG. (ohz) „Wenn alle fit bleiben, verzichten wir auf Ruud“, so Bruno Labbadia gestern noch auf der Pressekonferenz. Wenn! Genau das ist gerade nicht passiert. Nicht nur Tunay Torun hat noch Beschwerden (verdrehte sich gestern im Training das Knie), sondern auch Jerome Boateng. Er ist im Abschlußtraining bei einem Zweikampf mit Marcell Jansen mit dem rechten Knöchel umgeknickt. Schluss und raus, nächste Haltestelle: Kernspintomographie am Wochendende.

Rumms! Alles anders, alles besser? Fakt ist, Ruud van Nistelrooy rutscht in den Kader für das Spiel in Köln und könnte nun doch entgegen allen anderen Prognosen sein Debüt gegen die Rheinländer geben.

Somit wird der Holländer sein Aufbautraining dann doch nach der Partie in Köln fortsetzen müssen. Der neue Stürmer-Star trainiert zwar jetzt seit ein paar Tagen mit der Mannschaft, ist aber nach seiner langen Pause noch lange nicht wieder bei 100%.

Gestern zeigte sich Bruno Labbadia froh vor dem Spiel bei den Rheinländern fast aus dem Vollen schöpfen zu können. Der Dämpfer mit dem angeschlagenen Boateng  fordert eine geschlossene Mannschaftsleistung, um die Defensive der Kölner zu knacken.

„Wir haben bereits gegen Wolfsburg Erfahrungen mit einer kompakten Hintermannschaft gemacht. Die Fehler haben wir analysiert und wir wissen, wie wir es besser machen können. Ich denke Köln wird wie in den letzten Wochen kompakt und ein Stück weit aus der Tiefe spielen,  auf Fehler von uns lauern”.

Zudem warnte der HSV-Coach vor dem schnellen Umschaltspiel, zeigte sich aber zuversichtlich, die Rhein-Metropole als Sieger zu verlassen.

Zu Recht, denn der HSV kann mit breiter Brust nach Köln reisen, von den bisherigen neun Auswärtsspielen hat das Team von Bruno Labbadia nur eines verloren. Dass auch Marcell Jansen Samstag wieder von Beginn an spielen wird, ist ebenfalls ein gutes Omen, schliesslich war er an sechs der letzten acht HSV-Tore beteiligt, dreimal erzielte er den Treffer selbst. Zudem kommt, dass FC-Liebling Lukas Podolski wohl auch zum dritten Mal in Folge nicht auflaufen wird, er laboriert an einer Fußprellung Aber auch ohne Podolski konnte der FC die letzten zwei Auswärtspiele gewinnen, daher sieht Jansen auch, wenn ‘Prinz Poldi’ fehlt, einen starken Gegner auf den HSV zu kommen.

“Sie arbeiten sehr geschlossen als Mannschaft, dass hat man Auswärts, wie sie ihre Punkte und Dreier geholt haben, gesehen. Da kann jeder im Team mal aus sich raus kommen, das machen sie gut”, analysiert der Nationalspieler.

Rein statistisch spricht die Auswärtsbilanz gegen die Kölner eindeutig für einen Sieg der Hansestädter. Acht Kölner Siegen stehen 22 Niederlagen gegen den HSV gegenüber. Mit einem Erfolg könnte sich der HSV weiter von Platz 6 der Tabelle absetzen und vielleicht sogar wieder der Dortmunder Borussia auf die Pelle rücken.

Um das zu erreichen müssen die Rothosen unbedingt Punkten, Mladen Petric (klagte nach dem Abschlußtraining über Schmerzen im Knie) weiß auch schon wie man den Kölnern zusetzten könnte.

“Wir haben zwar noch nicht im einzelnen über Köln gesprochen. Ich denke aber sie werden sicherlich nicht zu sehr nach vorne spielen, um uns da Räume zu lassen. Ich vermute sie werden eher denfensiv stehen um auf Konter zu spielen. Für uns ist es wichtig, möglichst lange im Spiel zu bleiben, dann werden die Zuschauer auch ungeduldig”, so der HSV-Stürmer.


Bilderserie Ruud van Nistelrooy:

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