Vorbericht

Jansen:”Abstand nach unten vergrößern!”

HAMBURG. (oz) Der neue Rasen in der HSH-Nordbank-Arena ist verlegt, ein sattes Grün, das zum Fußballspielen einlädt. Mit dem VfL Wolfsburg kommt eine Mannschaft in den Volkspark, die nach der Meisterschaft in der vergangenen Saison hohe Ansprüche an sich selbst hatte. Diese jedoch konnte der Nachfolger von Meistertrainer Felix Magath bisher nicht erfüllen und so kam es wie es kommen musste. Am Montag beurlaubte der VfL seinen Trainer Armin Veh, es war die erste Amtshandlung des neuen starken Mannes in Wolfsburg, dem Manager Dieter Hoeness. Sein Nachfolger wurde Lorenz-Günther Köstner.

Trotz der Probleme, die es in Wolfsburg gibt, verfügt die Mannschaft weiterhin über eine hohe Qualität, was auch Bruno Labbadia auf der  Pressekonferenz betonte: „Wolfsburg hat hervorragende Einzelspieler und eine starke Offensive. Es wird schwer für uns, aber natürlich wollen wir gewinnen.“

Erinnerungen werden wach an das Offensiv-Spektakel aus dem Hinspiel in Wolfsburg, wo es gegen den Deutschen Meister Torchancen in Hülle und Fülle gab und der HSV 4:2 gewann. Im Januar 2010 ist beim VfL alles anders: Abgeschlagen auf Platz 10, 17 Punkte Rückstand auf Platz 1, neuer Trainer und nun den HSV vor der Brust. Der HSV mit neuem Rasen, neuem Stürmer-Star (’Van the Man’ drückt die Daumen noch von der Tribüne aus) und dem Willen, die Konkurrenz nicht ziehen zu lassen.

„Sicher war das ein Riesen-Spiel, aber jedes Spiel ist anders. Wir wollen natürlich den Abstand nach unten vergrößern und den Anschluss nach oben nicht verlieren. Daher ist das ein ganz wichtiges Spiel für uns“, so Marcell Jansen.

Dass die Mannschaft durch die Vorstellung von Ruud van Nistelrooy oder die Flugangst von Paulo Guerrero beeinträchtigt worden ist, wies Bruno Labbadia zurück. „Das war in der Mannschaft nur am Rande ein Thema.“

Jansen, der unter der Woche bei einem Leistungstest der Nationalmannschaft war, hat den Rummel ohnehin nicht richtig wahr genommen.

„Ruud ist ein Klassespieler, ohne Frage. Aber er steht uns  nicht zur Verfügung, von daher brauchen wir nicht drüber zu reden. Paolo fällt auf Grund seiner Verletzung ebenfalls aus. Und wir können ihn ja nicht einfliegen lassen.“

David Jarolim nimmt die Sache mit Humor. „Natürlich schmunzeln wir auch ein wenig darüber, auch wenn es sicher für Paolo eine ernste Sache ist“, so der Kapitän.

HSV-Star Ruud van Nistelrooy wird seine neuen Kollegen zunächst noch von der Tribüne aus anfeuern. Unklar ist, ob Guy Demel (landete am Donnerstag-Vormittag in Hamburg) schon dabei sein wird.

Hamburg freut sich also auf ein erneutes großes Fußballspiel, der Rasen, die Fans und auch die Mannschaft sind bereit.