Erinnerungen

Petric:”Das geht mir am A…. vorbei!”

HAMBURG. (oz) Ganz Hamburg fiebert dem Derby gegen den SV Werder Bremen entgegen. An kalten Tagen wie diesen nimmt man die Brisanz, die in dem Aufeinandertreffen liegt, gern mit. Mit dem SV Werder kommt der Gegner in den Volkspark, gegen den die Rothosen im Mai 2009 die schwärzesten Stunden der Vereinsgeschichte erlebten. Jeder erinnert sich noch an die Spiele in UEFA-Cup und DFB-Pokal und das bittere Ausscheiden des HSV in beiden Wettbewerben nach großartigen Pokalfights.

Für Bruno Labbadia, der das Derby erstmals als Trainer des HSV erlebt, ist es “die Sahne zum Abschluss”. Die Spiele im Mai hatte er noch als Coach von Bayer 04 Leverkusen erlebt und erinnert sich: “Das waren Spiele auf extrem hohem Niveau. Nur Nuancen haben entschieden und manchmal gehörte eben auch ein wenig Glück dazu”.

Dass dieses Mal hoffentlich keine Papierkugel das erneute Aufeinander-treffen entscheidet, bleibt zu hoffen, zumal der HSV die Chance hat, sich eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde zu schaffen. Gewinnen die Rothosen den Vergleich gegen Werder Bremen, würde die Mannschaft von Bruno Labbadia in der Tabelle an den Bremern vorbei ziehen. “Das wäre natürlich sehr wichtig, für die Mannschaft, für die Stimmung und natürlich für unsere Fans”, so Labbadia.

Vertrauen schenkt der Trainer dabei dem Kader, der am Donnerstag gegen Tel Aviv zwar keinen Sieg geschafft hat, aber in der zweiten Halbzeit eine ordentliche Leistung zeigte. Bei allem Ärger über die unnötige Niederlage freuen sich alle auf das Nordderby am Sonntag.

Freuen sollen sich auch die Zuschauer. Bruno Labbadia setzt auf eine Riesen-Stimmung im Volkspark, die aber friedlich und vor allem in Unterstützung für seine Mannschaft münden soll.

“Wir konzentrieren uns auf unsere Stärken. Wenn die Zuschauer uns anfeuern und die Mannschaft des HSV dabei im Vordergrund steht, dann haben wir gute Chancen, den Platz als Sieger zu verlassen”.

Es ist das letzte Spiel eines Jahres, das viele Überraschungen, viele starke Partien aber auch viel Verletzungspech für den HSV bereit hielt. Umso wichtiger und schöner wäre ein Sieg zum Schluss, auch und besonders, weil es gegen Werder Bremen wäre. Übrigens von einer Revanche für die ‘Schmach’ in den Pokalspielen will HSV-Angreifer Mladen Petric ohnehin gar nichts wissen.

“Was gewesen ist, geht mir am A…h vorbei, das interessiert mich nicht mehr”, so Petric. Richtig, so! Mit dieser Entschlossenheit dürfte dem angepeilten Sieg des HSV nichts mehr im Wege stehen.

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