Schonungslos

Mladen Petric:”Das geht mir auf den Sack!”

HAMBURG. (oh) Die Journalistenrunde hatte gerade Platz genommen, da ergriff Mladen Petric das Wort und nahm potentiellen Fragen hinsichtlich seiner Dortmunder Vergangenheit (spielte von 2007-2008 für den BVB) den Wind aus den Segeln: “Bevor Ihr jetzt alle nachfragt: Nein, es ist kein besonderes Spiel für mich. Es sind ja höchstens noch zwei, drei Spieler da, die ich kenne.”

Für den HSV als Club ist dieses Spiel allerdings sehr wohl ein besonderes. Es geht zum Tabellenführer und damit zum Maß aller Dinge: Stand heute, versteht sich. Und Petric warnt dabei vor allem vor der Anfangsphase.

“Wir müssen in den ersten Minuten aufpassen, dass sich die Dortmunder mit den Fans nicht in einen Rausch spielen”, erklärt der Kroate, denn dann könnten er und seine Kollegen Schwierigkeiten bekommen. Doch der HSV-Stürmer sieht im schnellen und schnörkelosen Spiel der Dortmunder auch eine Chance:”Sie kontern gerne mit vier, fünf oder sechs schnellen Spielern, was uns aber, wenn wir den Ball gewinnen wieder Platz zum eigenen Angriff verschafft.”

Platz, den Petric noch möglichst lange beim HSV bekommen könnte. Trainer Armin Veh und Sportchef Bastian Reinhardt lobten den kroatischen Nationalspieler und sehen ihn in seiner aktuellen Verfassung (vier Tore in den letzte drei Spielen) als wichtige Stütze.

“Er hat natürlich gezeigt, dass er ein wichtiger Spieler für uns ist, was ich auch in den vergangenen Wochen immer wieder betont habe”, so Reinhardt.

Und so will Mladen Petric von propagierten Wechselgedanken zur Winterpause und dem verpatzen Sommertransfer zum VfB Stuttgart auch nichts mehr hören.

“Das geht mir auf den Sack”, schimpfte der Kroate, der im Gegenzug aber auch erleichtert feststellte, dass er jetzt endlich wisse, woran er beim HSV sei, denn gestern hatte sich Sportchef Reinhardt demonstrativ vor seinen Spieler gestellt: “Einen Wechsel im Winter halte ich für ausgeschlossen.”

Einen Zusammenhang zwischen den geklärten Fronten und seiner exzellenten Form auf dem Platz sieht Petric allerdings nicht.

Sein Coach Armin Veh bringt es auf eine einfache Formel: “Ich bin froh, dass er gut spielt, dass er für uns Tore macht und vorbereitet.” Fertig!