Klatsche

Frankfurt demütigt den HSV

FRANKFURT/MAIN. (oh) Der HSV ist raus. Wie schon im letzten Jahr gegen Osnabrück, war auch 2010 in der zweiten Runde Schluß mit: Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin. Mit 5:2 (3:1) demütigten die Frankfurter den HSV, die den Hanseaten am Abend weitesgehend überlegen waren. Der HSV versuchte immer wieder tapfer über Kampf den Anschluß zu finden, wurde aber jedesmal durch weitere Gegentreffer und das Aluminium ausgebremst.

“Da kommen wir gut zurück, sind dran, machen uns aber wieder alles selbst kaputt, da wir zu viele Fehler machen”, analysiert Kapitän Heiko Westermann.

Autsch HSV!

“Das ist eine riesige Enttäuschung. [...] wir haben zu viele Fehler gemacht, haben alle gemeinsam defensiv nicht gut ausgesehen. Für mich persönlich war das wohl das kurioseste Spiel, das ich jemals erlebt habe. Zwei Tore, ein Eigentor, immer wieder dran, dann wieder der Rückschlag – es war schon verrückt”, so Petric auf der Vereinswebsite.

Die Abwehr fand praktisch nicht statt und ein Mladen Petric kann am Ende auch nicht alles alleine machen. So war sein Eigentor in der 65. Minute sympthomatisch, selbst im eigenen Strafraum war der Stürmer am auffälligsten und erzielte nur eine Minute später wieder auf der richtigen Seite ein Tor zum 2:4 (66.). Zuvor hatte der Kroate schon den 1:2 Anschlusstreffer erzielt (23.) und elf Minuten später freistehend den Ball an den linken Pfosten gesetzt und den Ausgleich verschenkt.

Im Grunde hätten Mladen Petric und Theofanis Gekas das Spiel alleine bestreiten können, das 1:0 von Caio eröffnete zwar den Reigen, ansonsten gab es im Grunde nur den Griechen und den Kroaten. Denn sogar der Foulelfmeter ging aus einer Aktion von Gekas hervor, als Tomas Rincon den Eintracht Stürmer regelwiedrig im Strafraum foulte. Halil Altintop verlud den wahrhaftig schuldlosen Jaroslav Drobny, der in seinem ersten Pflichtspiel über 90 Minuten also gleich fünf Mal hinter sich greifen musste. Am kommenden Samstag geht es zum 1. FC Köln, die sich bereits gestern in die nächste Runde geschossen haben.

“Das müssen wir jetzt schnell abhaken und uns auf das nächste Spiel konzentrieren. In Köln dürfen uns solche Unzulänglichkeiten nicht passieren”, erklärt Joris Mathijsen.

Die Tore:
1:0 Caio (13.)
2:0 Gekas (21.)
2:1 Petric (23.)
3:1 Gekas (45.)
4:1 Petric (65., Eigentor)
4:2 Petric (66.)
5:2 Halil Altintop (87., Foulelfmeter)