Tierisch

Veh über Kacar:”Er ist tapsig, wie ein Bär.”

HAMBURG. (oh) Für Gojko Kacar hat die Bundesliga-Saison erst jetzt richtig begonnen. Der serbische Nationalspieler, der im Sommer vom Absteiger Hertha BSC für satte 5,5 Millionen Euro zum HSV wechselte, hat nicht nur sein erste Tor geschossen bzw. geköpft, sondern auch gleich noch das Zweite eingeleitet.

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“Er hat ein bisschen Anlauf-schwierigkeiten gehabt, bis er ins Spiel reingekommen ist. Er wirkt immer ein bisschen tapsig, so wie ein Bär, aber hat schon gute Aktionen gehabt und hat nach der Ecke von Trotsche fast noch das zweite Tor gemacht. Er ist immer präsent was die Luft anbelangt, aber das haben wir schon vorher gesagt, dass er ein torgefährlicher Mittelfeldspieler ist”, so HSV-Trainer Armin Veh.

Kacar, der bislang erst eine vollständige Halbzeit gegen Bremen auf der Uhr hatte und sonst nur zu vereinzelten Kurzeinsätzen kam, hat sich ins Rampenlicht gespielt.

“Er braucht natürlich Spiele, keine Frage und vielleicht bekommt er sie auch”, deutete Veh an, der sich aber besonders für seinen Neuzugang freute.

“Na klar, wenn einer neu kommt und wenn er dann auch nicht spielt, dann ist es als Neuzugang natürlich schön. Vor allem wenn sich die Erwartungen bei vielen noch nicht erfüllt haben und er dann auch ein Tor macht. Aber auch der Pass auf Pitroipa beim Konter (zum 2:1, d. Red.) war auch gut getimt. Also ein Assist, ein Tor, da kann man nicht meckern.”

Doch wo Licht ist, gibt es auch einen kleinen Schatten, denn der Serbe ist noch nicht wirklich in Schwung und krebst immer noch mit Fitness-Rückstand auf dem Platz herum.

“Wir werden daran arbeiten, ich würde mal sagen er hat jetzt 75%, aber wir haben jetzt 14 Tage Zeit, bis er 90 hat”, lachte Veh. Kacar selbst war nach dem Spiel und seinem ersten Tor offenbar schon bei 150% und so aufgeputscht, dass er gar nicht weg wollte.

“In diesem Moment habe ich soviel Adrenalin und könnte glatt noch ein Spiel spielen.”

Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.