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Petric:”Das ist keine gute Situation.”

HAMBURG. (oh) Der HSV hat das Nordduell gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 (1:1) verloren. Die Mannschaft von Armin Veh war hochüberlegen und hätte den Chancen nach 3:1 oder 4:2 gewinnen können. Dzeko und zweimal Grafite brachen den Hamburgern das Genick und stellten den Spielverlauf auf den Kopf.

David Jarolim:
“So ein Spiel tut natürlich weh. Einmal haben wir den Pfosten getroffen, ein weiteres Mal rettet ein Spieler. Wir hatten 15 Ecken, daraus muss man ein Tor machen. Wir haben aus drei Spielen nur zwei Punkte, damit kann man nicht zufrieden sein. Es war Zeit, dass wir mal gewinnen, das wollten wir heute. Aber es ist immer das Gleiche, wenn man keine Tore macht, kann man kein Spiel gewinnen.”

Piotr Trochowski:
“Wir haben das Spiel dominiert, wir haben sehr viele sehr gute Torchancen herausgespielt, die wir nicht machen und Wolfsburg hat halt vorne die Klasse, die machen die Tore und gewinnen das Spiel. Wir hatten individuelle Fehler, sind nicht am Mann mitgelaufen, der kann dann zweimal die Flanke schlagen und so passieren die zwei Tore. Sowas muss man verhindern, vor allem gegen so eine Mannschaft, die über Außen kommt und nach Ballverlusten schnell die Tore macht. Es ist wirklich bitter.”

Maxim Choupo-Moting:
“Es ist jetzt mein erstes Spiel von Beginn an gewesen und ich wusste, ich muss auch ein bisschen was zeigen. Natürlich hat das Tor geholfen, aber natürlich überwiegt die Enttäuschung und kann mich jetzt auch nicht mehr so über mein Tor freuen. Letztendlich hat es wohl auch an der fehlenden Durchschlagskraft gelegen, dass wir verloren haben. Ich meine, wir haben uns ja wenigsten Torchancen erarbeitet, Pech hatten wir leider auch, weil davon müssen mindestens 2-3 Dinger drin sein und dann gewinnen wir das Spiel auch. Vielleicht hätten wir in der zweiten Halbzeit etwas mehr Dampf machen müssen und noch mehr den Willen zeigen sollen, das Spiel zu drehen.”

Mladen Petric:

“Wir haben super nach vorne gespielt, aber dabei darf man natürlich die Defensive nicht vernachlässigen und aufpassen, dass man da nicht so aufmacht und bei drei Kontern drei Tore kriegt. Ich denke auch, dass wir in beiden Halbzeiten mehr Ballbesitz hatten und immer nach vorne gespielt haben. Ich habe da keinen Unterschied gesehen. (zur Situation) Klar, nach drei Spielen ohne Sieg wird der Druck natürlich größer, das ist keine gute Situation. Wir müssen heute das Positive aus dem Spiel mitnehmen. Und wenn wir hinten besser stehen, haben wir die Möglichkeit auch in Bremen Punkte mitzunehmen.

Heiko Westermann:
“Ich habe selber so ein Spiel noch nicht mitgemacht. Es war ein kurioses Spiel und kann es selber nicht beschreiben. Bei Wolfsburg war jeder Schuß ein Treffer und wir haben 30 Chancen für ein Tor gebraucht. Wir haben viele,viele super Aktionen gehabt, wo wir ein Tor verdient hätten, aber der Ball wollte einfach nicht rein, wenn wir das 2:1 machen, bin ich überzeugt, dass Wolfsburg zusammenbricht. Und wenn wir das 2:2 machen sind wir wieder im Spiel. Wenn wir spielerisch so weiter machen, wie in diesen 90 Minuten, dann bin ich überzeugt, dass wir die nächsten Spiele gewinnen werden. Wir haben jetzt auch nicht viel Zeit da hinterherzutrauern und darum ist es gut, dass am Samstag schon wieder das nächste Spiel ist.”

Dieter Hoeneß (Manager v. VfL Wolfsburg):
“Wir haben vor kurzem 3:0 gegen Mainz geführt und die haben viermal auf’s Tor geschossen und vier Tore erzielt. So ist das im Fussball. Ich habe vorher noch zu Bernd Hoffmann gesagt, dass man sowas immer wieder im Fussball erlebt, heute waren wir mal die Glücklicheren, das will ich zugestehen. Die Hamburger hatten bessere Möglichkeiten, hatten mehr Ballbesitz. Aber auch wir hatten 4-5 hervorragende Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. Wir hatten einfach das Quäntchen mehr Glück.”