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Mladen Petric: Kälte beim Jubel gespürt!

HAMBURG. (oh) Der HSV und der FC St. Pauli haben sich am Sonntag-Nachmittag mit einem leistungsgerechten 1:1 Unentschieden am Millerntor getrennt. Die Tore erzielten Fabian Boll in der 77. für Pauli und Mladen Petric in der 88. Minute für den HSV. Glücklich waren beide Trainer am Ende auf der Pressekonferenz nicht über die Leistungen ihrer Mannschaft, aber auch HSV-Angreifer Mladen Petric war, trotz des Treffers, nicht wirklich zufrieden.

Mladen Petric:
Vor allem in der ersten Halbzeit war es kein Spiel auf hohem Niveau, man hat gesehen, dass beide Mannschaften sehr defensiv standen, erstmal versucht haben, den Laden dicht zu halten. Da hat man nicht soviel Durchschlagskraft in der Offensive gehabt. (zu seinem verhaltenen Jubel) Was heißt verhalten? Ich weiß auch nicht. Es war einfach ein bisschen “kalt”. Die Emotionen haben sich ein wenig gestaut und die habe ich auch so rausgelassen. (zu seiner Situation)Natürlich ist das nicht schön, all das, was in den letzten Wochen geschehen ist. Aber ich habe immer betont, immer alles für den Erfolg der Mannschaft zu machen.

Paolo Guerrero:
Es war ein angespanntes Spiel mit vielen Fouls. Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden und haben dann doch noch ein Tor geschossen und das 1:1 gemacht. Am Ende war es ein glücklicher Punkt für uns.

Joris Mathijsen:
Wir haben nicht gut gespielt, St. Pauli aber auch nicht. Es war keine Spannung im Spiel, beide Mannschaften wollten nicht verlieren. Und dann fällt da so ein Tor. Eigentlich hatten die gar keine Möglichkeiten. Nur Standards und lange Bälle nach vorne. Das dürfen die auch machen, ist ja kein Problem, aber wir müssen einfach besser Fußball spielen. Das Spiel zuhause ist für Pauli natürlich noch zusätzliche Motivation gewesen. Zum Glück schießt Mladen noch das 1:1. Es wäre bitter gewesen, wenn wir das Spiel verloren hätten. Das Unentschieden ist gerecht.

Heiko Westermann:
Das war einfach zu wenig in den ersten 45 Minuten. Am Ende müssen wir damit zufrieden, ganz klar. Wir wollten die Bälle nicht haben, haben sie nicht gefordert. Und dadurch kam ein Spiel mit langen und zweiten Bällen auf – ein richtiges Kampfspiel. Klar, ärgere ich mich darüber, aber wir haben jetzt auch keine Zeit das groß zu diskutieren. Wir müssen es am Mittwoch (gegen Wolfsburg, d. Red.) besser machen, sonst werden wir nicht gewinnen. Ich denke, wenn St. Pauli gewonnen hätte, hätte auch nicht die bessere Mannschaft gesiegt.

David Jarolim:
Wenn es uns gelungen wäre in der ersten Halbzeit ein Tor zu schießen, wäre es vielleicht ein anderes Spiel gewesen. Ich denke, wir können mit diesem 1:1 gut leben. Es ist auch im Derby ein Auswärtspunkt, der vedient ist. Wir hatten 1-2 Szenen in der ersten Halbzeit, St. Pauli zwar auch, aber die haben ja gar kein Fußball gespielt. Die haben die Bälle im “englischen Stiel” nach vorne gehauen. Wir hätten vielleicht vorne mehr machen können, doch sie haben sehr robust gespielt – ein sehr unangenehmer Gegner.