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Veh poltert Richtung VfB:”Da hört der Spaß auf!”

HAMBURG. (oh) Die Transferperiode wäre am Dienstag fast noch mit einem Donnerhall zuende gegangen. Mladen Petric stand kurz vor dem Wechsel zum VfB Stuttgart. Man sei sich mit den Stuttgartern sogar schon einig gewesen, heißt es aus Kreisen des Spielers und des VfB. Es sei am Ende lediglich an der Ablösesumme gescheitert, die mit 3,5 Millionen ganz sicher keine neuen Rekorde für einen Spieler wie Petric erzielt hätte. HSV-Coach Armin Veh reagierte heute mit Unverständnis. Hier Armin Veh im O-Ton hören!

“Da muss man das Geschäft ja auch mal kennen. Wer ihm das angeboten hat, der sollte erstmal etwas lernen. Ich kann nicht einen Sebastian Rudy (wechselte zu Hoffenheim, d. Red.) mit 10 Bundesliga-spielen für fünf Milllionen verkaufen und dann den Petric für dreieinhalb holen. Also da hört der Spaß auf. Das ist ja keine Wertschätzung für den Spieler. Und wenn man sagt, man habe alles dafür getan, dann ist das aberwitzig”, so der Coach.

Dieses Angebot kam vom neuen Sportdirektor bei den Schwaben, VfB Stürmer-Ikone Fredi Bobic. Veh reagierte beim Blick in Richtung seines alten Clubs mit Bestürzung:”Da haben sie mit Horst Held einen guten Mann verloren.”

Dafür der HSV aber Petric behalten, worüber Veh auch sehr glücklich ist, aber natürlich auch weiß, dass am Ende einer Transferperiode Bewegung reinkommt. Dennoch war für ihn klar, dass der Kader so bleibt wie er jetzt ist.

“Wenn ich Mladen nicht mehr gewollt hätte, dann hätte ich es ihm gesagt, das ist aber nicht der Fall. Von daher bin ich froh, dass er bei uns ist.

Wenn man unseren Kader ansieht, sind wir nicht zu groß. Offensiv haben wir gute Leute, was wichtig ist, um auch eine Chance zu haben, um oben mitzuspielen. Dazu gehören alle Spieler und im Normalfall kann man, es sei denn es hat sich was geändert, nur elf aufstellen. Ich lasse auch keinen mehr weg.

Was ohnehin erst wieder zum Winter, Anfang Januar möglich wäre. Und so kursieren erste Gerüchte, dass Petric dann in der Winterpause zum VfB wechseln würde. Ausgerechnet der VfB gibt dem neue Nahrung.

Stuttgarts Sportdirektor Fredi Bobic versicherte dem Kroaten noch am Dienstagabend, dass aufgeschoben nicht gleich aufgehoben sein müsse.

“Ich gehe jetzt aber nicht davon aus, dass sich im Winter groß etwas ändert. Aber man kann es auch nicht ausschließen für keinen Spieler oder auch Trainer (lacht). Wir können das nie zu 100% sagen.”

Und so kehrt Petric nach den Quali-Spielen für die Europameisterschaft zu dem Club zurück, der ihn abgegeben hätte, wenn das Angebot nur ansatzweise ernst zu nehmen gewesen wäre. Zufriedenheit dürfte anders aussehen, oder?

“Er soll ja auch nicht zufrieden sein, das geht über die ganze Mannschaft. Der Einzelne ist da nicht entscheidend. Aber natürlich werde ich mit ihm sprechen, da es in irgendeiner Form so rübergekommen ist, dass wir ihn nicht mehr haben wollen.”

Ganz sicher hätte man beim HSV die Rückkehr des “kleinen Engels” gewollt. “Rafael van der Vaart ist immer im Hinterkopf”, unterstreicht HSV-Boss Bernd Hoffmann fortwährend. Doch weder Ablöse, noch Gehalt wären zu stemmen gewesen. Und der Trainer hatte Van der Vaart diesbezüglich ohnehin nicht weiter auf dem Schirm.

“Ich habe mit Van der Vaart kein Wort gesprochen und wenn das so heiß gewesen wäre, wie ihr (die Medien) meint, dann müsste ich ja wenigstens auch mal mit dem Spieler sprechen, oder?”

Viel zu bereden gab es am Vormittag übrigens auch nicht mit der Mannschaft, die heute in Form von gerade mal acht übriggebliebenen Profis, darunter Rost, Drobny, Aogo, Trochowski, Guerrero, Jarolim, Tesche und Ze Roberto ein Alternativprogramm absolvierte: Badminton spielen.