Verstimmt

Droht Petric der Abschied vom HSV?

HAMBURG. (oh) Mit einem tollen 3:1 über Eintracht Frankfurt im Gepäck fuhr der HSV am Samstagabend zurück nach Hamburg. Freude, die offenbar nicht jeder teilen mochte, denn in Frankfurt zählte einer nicht mal mehr zu den Einwechselspielern. Mladen Petric: sind die letzten Stunden des kroatischen Nationalspielers im HSV-Trikot gezählt? Nach Informationen von mopo.de sondiere sein Berater Volker Struth bereits alternative Arbeitsplätze für den Angreifer.

“Es ist nicht mehr viel Zeit, die meisten Vereine sind dicht. Liverpool, Juventus Turin, Wolfsburg, Schalke und Hoffenheim suchen noch Stürmer. Aber im Moment gibt es keine Angebote.”

Hintergrund dieser Entwicklung soll ein, in der vergangenen Woche offiziell nicht bestätigter Vorfall in der Kabine gewesen sein.

Veh habe dem erfahrenen Angreifer vor versammelter Mannschaft mitgeteilt, dass er in Frankfurt nicht spiele, die Ansage mit einer Kopfwäsche verbunden, die sich auf die Trainingseinstellung des Kroaten bezog, so das Blatt.

Droht Petric also doch noch der Abschied? Das Transferfenster schließt morgen um 12:00 Uhr, viel Zeit bleibt nicht und Trainer Armin erklärte in den letzten Tagen immer wieder:

“Im Normalfall passiert nichts mehr, aber im Fußball kann man nichts ausschließen.”

Und Petric sagte noch am Donnerstag vor dem Frankfurtspiel, dass er lieber in einer Spitzenmannschaft mit starker Konkurrenz spiele, als in einer schwächeren als Stammspieler. Zudem könne er sich damit arrangieren hinter van Nistelrooy oder auf der rechten Außenbahn zu spielen. Hier sind die Positionen mittlerweile doppelt, wenn nicht sogar dreifach besetzt. Gerade die wiederbelebte Position des 10ers, sprich des Spielmachers könnte sowohl von Paolo Guerrero, Piotr Trochowski und Mladen Petric ausgefüllt werden.

“Es gibt kaum ein Spieler der zufrieden ist, wenn er auf die Bank muß”, erklärte Petric. “Natürlich bin ich darüber nicht glücklich, aber das sind die Sachen, die es im Fussball nunmal gibt. Es gibt halt manchmal schlechtere Phasen im Leben und dann kann das halt passieren.”

Sollte Petric tatsächlich den HSV verlassen, wäre dies für den Verein sicherlich ein großer Verlust. Und es würde einmal mehr zeigen, dass im Fußball bis zur letzten “Nanosekunde” vor dem Ende der Transferperiode, außer, dass die Sonne untergeht, rein gar nichts sicher ist.