Zuversichtlich

Petric: Mannschaft strahlt Sicherheit aus

HAMBURG. (oh) Bevor der HSV heute Nachmittag um kurz vor fünf für das Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt in die Luft geht, müssen die Rothosen um 13:00 Uhr zum Abschlusstraining antreten. Hier wird sich dann auch entscheiden, wer morgen in der Startelf sein wird. Abgesehen von Ruud van Nistelrooy kämpfen vier Spieler um drei Positionen im offensiven Mittelfeld. Darunter auch Mladen Petric.

“Wir haben viele Spieler, die spielen müssten und zumindest spielen wollen, aber zu wenig Plätze auf dem Platz. Da wird sicherlich jemand draußen sitzen müssen. Letztes Mal war es Paolo. Mal gucken, ich bin selber auch gespannt”, verrät der kroatische Nationalspieler.

- Anzeige -


Spannend wird vor allem sein, wie sich die Hessen nach der Auftaktpleite in Hannover vor eigenem Publikum präsentieren. Mladen Petric sieht die Eintracht schon unter Zugzwang.

“Es wird ein schwieriges Spiel. Durch die Niederlage stehen die natürlich schon unter Druck, es ist für sie auch das erste Heimspiel der Saison und da wollen sie natürlich den Zuschauern was bieten.”

Heim-Coach Michael Skibbe sieht das erwartungsgemäß etwas anders: “Nein, wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand”, erklärt er auf der Vereinswebsite “Es ist ein wichtiges Spiel, aber wir haben Heimspiel und somit unsere Fans im Nacken, die uns anfeuern. In unserem Stadion wollen wir gewinnen und uns nicht verkriechen.”

Der HSV kann mit einem gesunden Selbstbewußtsein in diese Partie gehen, denn im Spiel gegen Schalke hatten die Rothosen nicht nur drei Punkte, sondern auch an Stabilität gewonnen.

“Es war ein sehr gutes Spiel von uns gegen Schalke, da hat man schon gesehen, dass das nicht irgendwie zustande gekommen ist, sondern das wir auch sehr gut gestanden haben. Bis auf die eine Chance von Edu in der ersten Halbzeit und 1-2 Weitschüssen haben wir kaum etwas zugelassen. Auch sonst haben wir denen keine Räume geboten. Das macht mich zuversichtlich”, so Petric.

Doch die Analyse des kroatischen Nationalspielers geht noch weiter:

“Letztes Jahr haben wir noch ein bischen mehr mit Risiko nach vorne gespielt und haben auch schon in der Vorrunde sehr viele Spiele klar gewonnen, aber ich finde, dass wir da noch nicht so eine Sicherheit ausstrahlten wie jetzt gegen Schalke im ersten Spiel. Ich denke, dass wir jetzt auch klar versuchen nach vorne zu spielen und offensiven Fußball zu spielen, der aber immer eine gewisse Absicherung hat.”

Die Frankfurter wollen genau das verhindern. Sie werden sich mit aller Macht dagegenstemmen, dass der HSV es schafft, sich offensiv zu entfalten. Müssen sich die Hamburger morgen eine Abwehrschlacht einstellen? David Jarolim erwartet tiefstehende Hessen, die auf Kontersituationen setzen.

“Ich denke nicht, dass sie nur abwarten und auf Konter spielen werden, das hat die Vergangenheit gezeigt. Sie haben schon eine ziemlich gute Mannschaft zusammen, mit der man zuhause nicht einfach abwarten kann, sondern auch den Menschen etwas bieten muss, sonst werden die unruhig.”