Dankbar

“Hamburg hat meiner Karriere wieder Leben gegeben!”

HAMBURG. (oh) Das 2:1 gegen Schalke war ein Start nach Maß, nicht nur für den HSV allein, sondern auch für Ruud van Nistelrooy. Der Weltstar in Reihen der Rothosen ist so fit und entspannt wie lange nicht mehr. Doch auch bei ihm ist die Feierlaune über den Doppelpack bereits der Anspannung in der Vorbereitung für Frankfurt gewichen.

“Man kann nicht eine Woche lang ein Spiel geniessen, auch wenn es jetzt geklappt hat. Sowohl bei Erfolg oder Enttäuschung musst du Profi genug sein, innerhalb von 1-2 Tagen wieder alles auf Null zu setzen”, so van Nistelrooy.

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Und so geht der Blick von “Van the Man” mit Respekt in Richtung Frankfurt:

“Die haben in Hannover ihr erstes Spiel verloren, spielen jetzt das erste Heimspiel und werden voll drauf gehen, um zu gewinnen. Aber wir wissen Bescheid, dass wir da voll konzentriert sein müssen.”

Vor allem in der zuletzt noch heiß diskutierten Defensive, die mit Joris Mathijsen und Heiko Westermann im Spiel gegen Schalke einen guten Job in der Innenverteidgung ablieferte. Besonders Westermann hat bei ihm bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

“Ich habe das Gefühl, als würde er schon seit fünf Jahren hier spielen”, lobt van Nistelrooy seinen Kapitän. “Er ist sehr kompetent: er kommt rein, begrüßt die Leute und lacht. Er ist in seinen Leistungen konstant und kopfballstark. Er wird seine Tore machen, ist ein guter Typ.”

Fast schon ein Ritterschlag für den Neuzgang aus Schalke, der unter Armin Veh die vielzitierte Führungsrolle übernehmen soll. Doch van Nistelrooy macht deutlich, das Führungsansprüche klar manifestiert sein müssen.

“Der Trainer ist in der Hierachie das wichtigste. Er ist der, der die Dinge in der Hand hat. Wenn das klar ist, ist es gut für die Mannschaft, denn dann gibt es keine Überraschungen.”

Und in diesem Zuge gibt sich ausgerechnet der von allen Experten und Fussballfans auf den Olymp gehobene Weltstar so sympathisch zurückhaltend. Gerade er könnte, möchte man meinen, eine Führungsrolle beanspruchen. Im Gegenteil:

“Hamburg hat meiner Karriere wieder Leben gegeben, ich hatte die Möglichkeit hier her zu kommen und nach einer langen Verletzung wieder anzufangen. Ich genieße das und fühle mich in Hamburg wohl und das nicht erst seit den letzten Wochen.”

Vielleicht ist es aber auch die Erfahrung die ihm diese Ruhe und Zufriedenheit gibt. Und während im letzten Jahr noch zu Unrecht über den heute 36-Jährigen Ze Roberto wegen seines Alters geunkt wurde, setzt auch der “alte Mann” aus Holland ein Ausrufezeichen nach dem anderem. Ob ihn das Gerede über sein Alter nerve, beantwortete der 34-Jährige mit tiefentspannter Gelassenheit.

“Es stimmt, ich bin 34, was kann ich machen? Ich bin keine 26 Jahre mehr. Ich bin 34 und ob das der 9. oder 12. Frühling ist, das ist mir eigentlich egal. Es ist wie es ist.”

Und das ist gut so und darf gerne auch noch ein paar Jahe so weiter gehen.

“Wenn ich mich am Ende der Saison noch so fühle wie jetzt, würde ich weiter machen.”

Hoffentlich beim HSV.