Selbstbewußt

Veh:”Fahren da natürlich hin, um was zu holen!”

HAMBURG. (oh) “Es fällt leichter Fehler anzusprechen, wenn man gewonnen hat”, sagte HSV-Coach Armin Veh mit einem Lächeln. So richtig viele Fehler wird der HSV-Coach beim Spiel gegen Schalke nicht gefunden haben. Abgesehen davon, dass seine Mannschaft in Phasen, wo sie etwas an Konzentration und Spielfluß verloren hatte, ihr Glück mit langen Bällen versuchte, anstatt sich im Mittelfeld durchzutanken.

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Der Erfolg gegen Schalke macht aber Appetit auf mehr und verführt dazu, dem Trainer eine langfristige Prognose für diese Saison aus dem Kreuz zu leiern.

“Wir haben eine ordentliche Mannschaft. Es wird bis zum Ende immer eng sein, es entscheiden Nuancen”, verrät der Übungsleiter und scherzt: “Eigentlich sagen ja alle Trainer, das werden wir am 34. Spieltag sehen, den erlebt aber so mancher gar nicht mehr.”

Der nächste Spieltag ist allerdings erst der Zweite und deshalb besteht hier mal keine Gefahr für den “Neuen”. Gegner ist Eintracht Frankfurt, Zehnter in der letzten Saison mit 46 Punkten. In dieser Saison dürfen es auch vier mehr sein, heißt es aus der Mainmetropole.

“Sie haben letztes Jahr eine gute Saison gespielt und haben sich auch große Ziele gesetzt, mit 50 Pluspunkten. Das ist nicht so einfach in der Bundesliga, dementsprechend sind sie sehr selbstbewußt. Aber das muss man alles auch erstmal erreichen und die Ausgangslage ist da etwas anders. Man kann sich Ziele setzen, die immer wichtig sind, aber dann wird es auch ein bischen schwerer, weil die Gegner ein bischen mehr aufpassen”, analysiert Veh die Ambitionen der Hessen.

Mit Amanatidis, Altintop und Fenin sind die Frankfurter in der Offensive gut besetzt, dennoch müssen die Rothosen besonders auf Mittelfeldspieler Alexander Meier aufpassen, der alleine in der letzten Saison zehn Treffer erzielte und damit nur zwei weniger als der komplette Angriff.

“Wir wissen, das Frankfurt eine ordentliche Mannschaft hat, das haben sie auch letztes Jahr gezeigt. Aber wir fahren da natürlich hin, um was zu holen.”

Doch mit dem Erfolg vom Samstag im Rücken dürfte doch eigentlich nichts schief gehen, getreu dem Motto: Never change a winning team!

“Es kann sein, dass wir so anfangen, es kann aber auch anders sein”, so Veh. “Ich werde doch am Dienstag noch nicht über die Aufstellung vom Samstag sprechen. Es sind ja noch ein paar Tage zu trainieren. Es hat sich da auch jeder im Training anzubieten. Wie ich am Samstag aufstelle wird sich heute noch nicht entscheiden”, versichert Armin Veh. Es müssten ja die Möglichkeiten da sein, zwischen Spielern mit guten Trainingsleistungen oder Spielern mit weniger guten Trainingsleistungen wechseln zu können, ergänzte der Coach.

Richtig, Fortsetzung folgt!