Bundesliga-Start

Endlich wieder Fussball…

HAMBURG. (oz) Es wird Zeit, dass endlich wieder Fussball gespielt wird. Es wird Zeit, dass all die Worte und Beteuerungen auf dem Platz umgesetzt werden. Morgen ist es wieder soweit. Nach gefühlten endlosen Wochen ohne Bundesliga empfangen die Rothosen im Volksparkstadion am Samstag abend den FC Schalke 04.

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Der ehemalige Klub des neuen Kapitäns Heiko Westermann kommt mit Felix Magath an die Elbe und will seinen Status als Bayern-Jäger schon am ersten Spieltag mit einem Sieg untermauern. Die Voraus-setzungen dafür sind gut, wenn man der Statistik glauben mag: in den letzten neun Duellen zwischen dem HSV und Schalke konnte sich nie das Heimteam durchsetzen (vier Unentschieden, fünf Auswärtssiege). Die Gesamtbilanz ist mehr als ausgeglichen: 32 Siegen des HSV stehen 31 Siege der Knappen gegenüber, bei 21 Remis. Auch die Tordifferenz lässt keinen Favoriten erahnen, auch wenn es dort mit 133:116 einen knappen Vorsprung für den HSV gibt.

HSV-Coach Armin Veh sieht nach dem Auftaktsieg im DFB-Pokal gegen Torgelow dem ersten Heimspiel der Saison positiv entgegen: “Es hat Brisanz, wenn zwei Traditionsvereine auf Augenhöhe aufeinander treffen.”

Dass Heiko Westermann ausgerechnet im ersten Spiel auf seinen ehemaligen Klub trifft, bei dem Felix Magath ihm keinen Stammplatz garantieren konnte, ist für ihn kein Problem. Auch die Kapitänsbinde gleich in seiner ersten Saison verursachen dem 1,90 Meter Mann keine Kopfschmerzen: “Ich habe kein Problem, Verantwortung zu übernehmen. Die gesamte Mannschaft wird aber mitarbeiten müssen. Und ich kann schon sagen, dass ich sehr schlecht verlieren kann.”

Niederlagen gab es in der letzten Saison leider zu viele. Klar war der HSV nicht in Abstiegsgefahr, aber das selbstgesteckte Ziel, einen internationalen Platz zu erreichen, haben die Rothosen verfehlt. Für Neu-Coach Armin Veh gilt es nun, das Ruder rum zu reissen, eine Einheit zu formen, die sich auf dem Platz bis zur letzten Minute den Allerwertesten aufreisst. Für sich selbst, den Trainer, den Verein und vor allem die Fans.

Die Diskussionen um die sichtbaren Versuche des Millionen-Investors Kühne werden dem HSV noch viel Gesprächsstoff bescheren. Um so wichtiger ist es, auf dem Platz zu zeigen, wohin der Weg des Hamburger SV in dieser Saison führen soll. Dann wird man vielleicht in Zukunft auch nicht mehr auf einen Investor angewiesen sein.

Es gilt. Es ist endlich wieder Zeit für Fussball.