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Die Tabelle Wo steht der HSV?
Pos Mannschaft Sp Tore Diff Pkt 1 •
Bor. Dortmund 34 66:22 44 75 2 •
Bay.Leverkusen 34 64:44 20 68 3 •
Bay. München 34 81:40 41 65 4 •
Hannover 96 34 49:45 4 60 5 •
Mainz 05 34 52:39 13 58 6 •
1. FC Nürnberg 34 47:45 2 47 7 ↑
1. FC K'lautern 34 48:51 -3 46 8 ↓
Hamburger SV 34 46:52 -6 45 9 ↓
SC Freiburg 34 41:50 -9 44 10 ↑
1. FC Köln 34 47:62 -15 44 11 ↓
Hoffenheim 34 50:50 0 43 12 ↓
VfB Stuttgart 34 60:59 1 42 13 ↓
Werder Bremen 34 47:61 -14 41 14 •
FC Schalke 04 34 38:44 -6 40 15 •
VfL Wolfsburg 34 43:48 -5 38 16 •
Bor. M'Gladbach 34 48:65 -17 36 17 •
Eintr. Frankfurt 34 31:48 -17 34 18 •
FC St. Pauli 34 35:68 -33 29 -
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17. August 2010
Analyse
Ze Roberto gesteht: “Torgelow hatte uns überrascht!”
HAMBURG. (oh) Auch am Tag nach dem 5:1 beim Fünftligisten Torgelower SV Greif konnten Trainer und Mannschaft nicht wirklich mit dem Spiel zufrieden sein. Doch das hohe Ergebnis und ein glänzend aufgelegter Ruud van Nistelrooy ließen die ersten 45 Minuten der Pokalpartie wieder in den Hintergrund rücken.
“Es ist ja immer so bei solchen Spielen, entscheidend ist, dass du weiterkommst. Wenn Du nicht von Anfang an Gas gibst und die hundert-prozentige Einstellung hast, dann tust du dich ganz einfach schwer. Es ist immer das gleiche Spielchen. Und es gibt welche, die kriegen das gar nicht gebacken und scheiden dann irgendwann aus. Die, die aufwachen, die schaffen es. Der Gegner war gut organisiert und man muss auch mal sagen, auch wenn es ein Fünftligist ist, dass sie es ordentlich gemacht haben”, so Armin Veh am Tag nach dem Sieg, den der Coach ohne Zweifel einem Mann in der zweiten Hälfte zu verdanken hatte: Ruud van Nistelrooy.
“Die Leistung von Ruud hat was mit Charakter und Herz zu tun”, lobte der Trainer seinen Angreifer.
Ruud der “emotionale Leader” des HSV?
“Natürlich kann er das sein. Darum ist er auch überall wo er war erfolgreich gewesen. Und egal wie es läuft, ob er eine gute oder eine schlechte Saison hat, er ist einfach eine Klasse für sich, weil er mental jedes Spiel gewinnen will. Das hat man auch daran gesehen, wie er sich über seine Tore gefreut hat”, schwärmt Veh von seinem Niederländer.
Ze Roberto hatte in der zweiten Halbzeit noch weitere Pluspunkte ausgemacht, die am Ende das Spiel entschieden haben.
“Zugegeben, Torgelow hatte uns in der ersten Hälfte etwas überrascht. Sie hatten 2-3 schnelle Stürmer, die die ganze Zeit versucht haben zu kontern und es dann auch geschafft haben das Tor zu machen.
Doch in der zweiten Hälfte hatten wir einfach mehr Geduld, haben mehr über die Außen gespielt, mehr Flanken geschlagen dadurch mehr Räume bekommen und von da an lief es besser”, erklärte der Brasilianer.
Und obwohl bei den Hamburgern unterm Strich rein spielerisch nicht viel zusammenlief, zogen die Rothosen am Ende durch Standards und Einzelaktionen in die nächste Runde ein.
“Aber diese Klasse und individuelle Qualität mußt du auch erstmal haben, um diese Chancen zu verwerten”, so der Ex-HSV Stürmer und ehemalige Aufsichtsrat Sergej Barbarez, der gestern im Rahmen seiner Ausbildung zum Fußballlehrer sein einwöchiges Praxis-Praktikum bei Trainer Armin Veh begann.
“Es ist eigentlich immer so, wenn Pokal ist. Für einen Fünftligisten ist es das Spiel des Jahres oder sogar des Lebens. Für den HSV ist es das erste Spiel vor der Saison gewesen, da passen die Jungs auf, dass man sich nicht verletzt. Man versucht das erste Tor zu machen und dann läuft alles viel besser. Natürlich läuft man so auch in den einen oder anderen Konter, aber im Pokal zählt nur das nackte Ergebnis. Es ist immer schwer gegen elf Mann am gegenerischen Sechzehner zu spielen, da gibt es keine Räume”, analysierte der Bosnier.
Für fünf Treffer war dann aber doch noch Platz in der Gießerei-Arena zu Torgelow, allerdings auch für das zwischenzeitliche 1:1 durch Greifs Daniel Pankau, der den neuen Kapitän Heiko Westermann ein ums andere Mal alt aussehen ließ.
„Da habe ich mich dem Oberliganiveau des Gegners angepasst. Ich habe über den Ball gehauen, habe mich tunneln lassen – das darf nicht passieren. Fertig, aus”, so Westermann.
Starke Selbstkritik des neuen Hamburger Kapitäns, die zeigt, dass er dieses Amt bereits mit allen Facetten und aller Verantwortung angenommen hat. Trainer Armin Veh will dieses Spiel und einzelne Aktionen Westermanns auch gar nicht weiter hochhängen, beklagte aber dennoch die Art und Weise, wie sich seine Elf beim Gegentor verladen ließ.
“Klar, er hat kein gutes Spiel gemacht, dass weiß er selber auch. Das war eine Situation, die musst du einfach ganz klar klären. Natürlich lag es auch daran, dass wir vorne nicht attackiert haben, dass wir dem Passgeber die Chance gegeben haben. Und dieses Pässe, die seh’ ich schon vorher von der Bank, dass er die spielt, da hat er sich aus einem mir unerfindlichen Grund nicht richtig verhalten.”
Doch von Vorwürfen ist man innerhalb der Mannschaft weit entfernt, Piotr Trochowski ergänzt demonstrativ:
“Heiko ist ein wichtiger und stabiler Spieler. Er bringt alles mit, was man für dieses Amt braucht. Er geht nach vorn, er gibt 100% und spornt die Leute an.”
Und so einen Westermann kann der HSV am kommenden Samstag sehr gut gebrauchen, denn da geht es gegen seinen Ex-Club Schalke 04. Mehr Motivation geht nicht. Im Anschluß an die Partie wird die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals auf sky ausgelost. Beginn ca. 21:00 Uhr.