DFB-Pokal

HSV am Ende souverän in Runde zwei

TORGELOW. (oh) Der HSV ist nach Anlaufschwierigkeiten in der ersten Hälfte beim Torgelower SV Greif souverän mit einem 5:1 (1:1) in die zweite Rundes des DFB-Pokals eingezogen.

Doch die Torgelower spielten lange sehr gut mit. Fast schon lässig und mit einem leichten Chancenplus stellte sich der Oberligist dem HSV in den ersten 45 Minuten entgegen. Von der nominellen Überlegenheit der Rothosen war nicht viel zu sehen. Im Gegenteil: Abstimmungsprobleme von Westermann und Mathijsen eröffneten den Torgelowern schon nach zwei Minuten eine 100% Torchance. Daniel Pankau lief direkt auf Rost zu, doch der Angreifer der Gastgeber scheitert am Hamburger Keeper, der geschickt den Winkel verkürzte.

Zehn Minuten später war es wieder der Gastgeber. Pankau verläd Westermann, spielte auf Christian Beck, doch der verzog. Dann endlich der HSV: Freistoß Mladen Petric, doch Torgelows Torwart André Greulich klärte zur Ecke (13.).

Dem HSV fiel nicht viel ein und Torgelow spielte munter mit. Bis zur 34. Minute. Jonathan Pitroipa dribbelte sich im Sechzehner frei, zog ab, traf aber nur den rechten Pfosten. Ruud van Nistelrooy nutzte den Abpraller und netzte mit einem Aufsetzer zum 1:0 für die Hamburger ein.

Jetzt schien der Bann gebrochen. Zwei Minuten später, wieder der HSV. Demel mustergültig auf van Nistelrooy, Greulich konnte den Kopfball des Niederländers klären. (36.) Das war es aber auch schon wieder und anstelle das zweite Tor nachzulegen, klingelte es im HSV Tor. Wieder setzte sich Daniel Pankau gegen Westermann durch, der bis dahin einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Pankau trifft – 1:1 (43.).

Die zweite Hälfte begann wie der erste Durchgang endete. Der HSV ideenlos, Torgelow mit dem Mut eines Underdogs. Und so musste erst in der 53. Minute ein Freistoß von Paolo Guerrero her, um die Rothosen wieder in Führung zu bringen.

Bis zur 65. Minute plätscherte das Spiel dann dahin, bis Guerrero
auf van Nistelrooy auflegte und der gegen die Laufrichtung von Keeper Greulich das 3:1 erzielte. Nur drei Minuten später legte der Niederländer nach – Freistoß in den rechten Winkel 4:1 (68.). Von jetzt an war dann auch von den Hausherren nicht mehr viel zu sehen.

Der HSV begann zu kombinieren, setzte sich mehr und mehr durch, tat aber auch nur das nötigste. Und so war es in der 80. Minute wieder van Nistelrooy, der David Jarolim uneigennützig das 5:1 schenkte.

In den letzten 10 Minuten spielte beide Mannschaften dann die Partie pflichtbewußt zuende. Der HSV muss sich spielerisch bis zum Bundesliga-Auftakt am nächsten Samstag gegen Schalke 04 deutlich steigern, sonst gibt es gegen Magaths Knappen ein böses Erwachen.