1. Runde: Fortuna Düsseldorf

DFB-Pokal: Auftakt in Düsseldorf

HAMBURG. (oh) Es ist eine der am häufigsten gestellten Fragen der letzten Wochen. Ist Düsseldorf für Bruno Labbadia ein Fluch? Als Bayer Coach musste er mit seinen Mannen wegen des Umbaus der BayArena nach Düsseldorf ausweichen, gewann dort nur eines von acht Spielen.

HSV-Legende Horst Hrubesch sagte in einem HSV3000 Interview:”Mich würde das nicht jucken, Du fährst dahin um eine Runde weiterzugehen, also dürfte da Düsseldorf kein Hemniss sein.”

Auch Bruno Labbadia sieht es gelassen, schließlich habe man in diesem Stadion den Weg ins DFB-Pokal Finale geschafft. Ganz nebenbei hatten Labbadias Jungs in Düsseldorf auch die Bayern mit 4:2 weggeputzt. Also von Ängsten und Flüchen keine Spur. Doch die Aufstiegseuphorie der Fortuna in die zweite Bundesliga dürfte den HSV dennoch vor eine schwere Aufgabe stellen. Von den Psychospielchen der Rheinländer mal ganz abgesehen, die dem Hamburger Trainer schon Pipi in die Augen trieben, wenn er denn nur an Düsseldorf denke, so der ehemalige Fortuna Keeper Georg Koch auf mopo.de.

“Mit Leverkusen hat er hier alles vergeigt”, stänkert Koch in Richtung HSV-Coach. HSV-Routinier Collin Benjamin:”Wir sind der HSV und geben die Antwort auf dem Platz.” Peng!

Die Giftspieltage werden morgen um 20:30 Uhr (live in der ARD) ihr furioses Ende finden. Der HSV ist Favorit, ganz klar. “Solche Spiele müssen wir gewinnen, unabhängig vom Pokal-Duell”, so Piotr Trochowski in einem bild.de Interview. Bei allem Optimismus bleibt aber die schon fabelhafte und immer wieder auftretende Weisheit vom Pokal und seinen eigenen Gesetzen…, aber lassen wir das.

Im Direktvergleich werden die Positionen schon wieder gerade gerückt. 44 Mal trafen die Hamburger auf den NRW-Hauptstadt-Club. 20 Siege, 12 Remis und 12 Niederlagen schlagen hier zu Buche. Zuletzt spielte der HSV am 31.Mai 1997 in Düsseldorf, damals noch im alten Rheinstadion, das heute den Namen eines Herstellers für frische und moderne Mode mit Esprit trägt. Stellt sich die Frage, ob ein neuer Anzug am Ende den Inhalt der Verpackung wirklich besser macht oder einfach nur körperliche Schwachstellen geschickt kaschiert.

Morgen Abend kann davon allerdings keine Rede mehr sein, dann heisst es nämlich Anpfiff und somit Hosen runter. Für Bruno Labbadia dürften die alten Sorgen aus Leverkusener Zeiten, in Anlehnung an den alten Arena Sponsor, aber ohnehin längst “verflogen” sein.