Saisoneröffnung

Sommerfest zieht 20.000 Besucher in den Volkspark

HAMBURG. (oh) Ein Wetter fast wie aus dem Bilderbuch, ein fast gesundeter Marcus Berg und fast 20.000 HSV-Fans, das waren die HSV-Sommerfest-Eckdaten am gestrigen Sonntag. Die Rothosen hatten gerufen und alle kamen. Von 12 Uhr an zeigte der HSV Teile seiner sportlichen Abteilungen und gab den Partnern des “Hamburger Wegs” die Möglichkeit sich darzustellen.

Auf der Showbühne präsentierten Lotto King Karl und Dirk Böge zunächst den kompletten Kader, der frenetisch bejubelt über den Laufsteg flanierte. Währenddessen präparierten Taktiktrainer Ricardo Moniz und Leistungsdiagnostiker Manfred Düring den neuverlegten Rasen für die eine ganz besondere Einheit. Denn um 14 Uhr kam es dann zum Höhepunkt des Sonntagnachmittags: Das Showtraining.

Nahezu der komplette A-Rang und Teile des B-Rangs des Stadions waren besetzt. Beim Einmarsch der Spieler wusste jeder auf den Rängen, inklusive der Profis, dass es wieder los geht. Bruno Labbadia und Co-Trainer Eddy Sözer führten die Mannschaft unter tosendem Applaus in die Arena und in die Einführungsrunde, die einer Ehrenrunde gleich kam. Dann ging es auch schon los: Koordinationstraining. Hürden, Slalom oder Balancetraining auf Gummiluftkissen. Gefolgt von Kurzsprints, Ballannahme, Kopfball-Passspiel, an den Hütchen vorbei und um selbige herum.

Nach etwa 45 Minuten durften dann endlich aus allen Lebenslagen die Torhüter geprüft werden. Frank Rost und Wolfgang Hesel unter Dauerfeuer. Die Feldspieler hatten ihren Spaß dabei und zirkelten die Bälle ein ums andere Mal in die Kiste. Tores des Monats am Fließband, zugegeben, es fehlten die Gegenspieler, dennoch versenkten die Rothosen die Bälle nach Maß. Gerade noch hatte Trochowski eine traumhaften Kopfball an den Pfosten gesetzt. Aber auch Querlatte und die Reaktion der beiden HSV-Keeper retteten allzu häufiges nach Hinten greifen. Dass Claus Reitmeier links und die Pressevertreter rechts neben dem Tor alles aufsammelten, was daneben ging, trug dabei zur allgemeinen Heiterkeit bei. So auch der eine oder andere Ball, der kurzerhand über das Hintertornetz flog und im Publikum landete.

Bruno Labbadia war zufrieden, wollte aber auch der gesamten Mannschaft Lob aussprechen:”Es ist wichtig, dass man nicht immer nur die neuen Spieler sieht, sondern auch die, die schon da sind. Alle, die die komplette Vorbereitung mitgemacht haben, sind ordentlich in Stand.”

Mit dabei auch Schweden-Bomber Marcus Berg, der nach seinem Magen-Darm-Infekt wieder auf dem Weg der Besserung ist. “Es geht langsam wieder”, attestierte sich Berg mit einer lockeren Handbewegung, den Labbadia nach seiner Krankheit wohl gar nicht erst mit in’s Aufgebot für das Spiel gegen den FC Randers am Donnerstag nehmen wird. “Wir müssen ihn einfach fitmachen”, erklärte der Coach.

Nach dem Training begann dann das Geduldsspiel für die Fans: Stichwort Autogrammstunde(n). Bis zu 2 Stunden standen hier die Fans vor der Bushalle unter der Ostribüne an. “Zu lange”, wie eine Familie mit drei Kindern erschöpft zugeben musste. Doch der HSV reagierte schon frühzeitig, nach dem der Ansturm in der Arena erkannt wurde.

So verteilten sich die Profis flächendeckend auf dem Sommerfestgelände, um den vielen Autogrammwünschen gerecht zu werden. Collin Benjamin gab geduldig Autogramme an einem Stand, der u.a. für die Frauen-WM2011 geworben hatte. Und dann war da ja noch der große silberne Wohnwagen, in dem die “medienakademie” mit dem HSV zusammen für die neue Videoarena auf www.hsv-syndrom.de eifrig Stimmungsmomente der Fans aufzeichnete. Das ließ sich auch Marcell Jansen nicht zweimal sagen und nahm für das, am Samstagmorgen um 0:00 Uhr gestartete, Videoportal auch gleich einen eigenen Spot auf.

Anschliessend erklärte Jansen, dass es bereits jetzt in dieser Phase der Vorbereitung im Team stimme, die Stimmung gut sei und auch das Team hinter dem Team alles gebe, damit die neuen Spieler gut integriert würden.

“Die neuen fühlen sich wohl und konnten in den ersten Spielen auch schon ihren Teil beitragen und so wie es aussieht, sind wir damit auch in diesem Jahr etwas breiter aufgestellt, und das tut uns für drei Wettbewerbe sicher gut”, so Jansen, dem eine Prognose für die kommende Spielzeit dennoch etwas schwer fällt. “Wir haben eine Grundbasis gelegt, wo man aber auch weiss, so schön oder so schlecht es in Vorereitungen auch läuft, entscheidend ist halt, wenn es los geht. Aber wir haben gut gearbeitet und eine Chance dort anzuknüpfen, wo wir in der letzten Saison aufgehört haben.”

Ein schönes Schlußwort von Marcell Jansen, das Mut für die neue Serie geben soll. Labbadia und sein Team haben diesbezüglich mit dem 1:0 Sieg gegen den holländischen Meister AZ Alkmaar schon den ersten Akzent gesetzt.

Mit Lotto und Pape sowie den Hamburger Jungz wurde dann am Abend das Ende eines tollen und erfolgreichen Sommerfestes beschlossen, an dessen Namen auch die, zum Teil vielen Wolken nichts änderten.

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