Stipvisite

HSV & 96: “Es macht Spass diese Fankultur zu erleben!”

HANNOVER. (oh) Im Niedersachsenstadion ist er beim kleinen HSV zur Legende geworden, im Volkspark schoß er für den großen HSV in 31 Spielen 15 Tore: heute trafen wir den ehemaligen HSV-Profi Dieter Schatzschneider in der AWD-Arena. Anlaß war die Trikotpräsentation der “Roten” und das offizielle Mannschaftsfotoshooting von Hannover 96 zu dem HSV3000.de eingeladen wurde.

Seit je her verbinden beide Clubs nicht nur die gleichen drei Buchstaben im Vereinsnamen, sondern auch seit vielen Jahren eine Fanfreundschaft. Und obwohl Schatzschneider nur eine Saison bei dem HSV aus Hamburg spielte und 1984 mit den Rothosen Vizemeister wurde, wirft der 52-Jährige auch heute noch ein Auge auf die Hamburger.

“Ganz klar, mich interessiert schon was der HSV macht und ich wünsch ihm auch alles gute. Ich denke, dass eine Stadt mit solch einem Umfeld und Umland einfach in den internationalen Fussball gehört und wünsche es ihm von Herzen gerne. Ich wünsche mir aber auch, dass wir mit Hannover 96 diesbezüglich auch mal schönere Zeiten erleben werden.”

Schöne Zeiten, die die befreundeten Fans untereinander bei allen Nordderbys gerne und friedlich ausleben.

“Ja, das finde ich auch gut, die Fankultur hat sich enorm verbessert”, lobt Schatzschneider. “Das, was früher war und irgendwann mal in Prügeleien ausgeartet ist, gibt es so nicht mehr. Heute ist das z.B. so: Hannover ruft HSV und der große HSV ruft HSV zurück – toll.

Das macht mir einfach Spaß diese Kultur zu erleben. Da haben die Fans etwas tolles erreicht.”

Und so freuten sich auch die Hamburger über den Verbleib von 96 in der 1. Liga mit. Für Schatzschneider als gebürtigen Hannoveraner, der damals von Fortuna Köln zum HSV kam, zählt in diesen Tagen auch nur eines: Bitte keine Wiederholung der letzten Saison.

“Ich hoffe natürlich, dass alles viel besser als letzte Saison wird. Das war eine Saison, die man in ganz Hannover nicht mehr erleben will. Mit dem Tod von Robert Enke und dem Fast-Abstieg. Ich will hoffen, dass wir einfach besser in die Saison starten, dass wir von Anfang an gefestigt sind, uns als Mannschaft präsentieren und dann hoffe, dass wir in diesem Jahr mit dem Anstieg nichts zu tun haben.”