Kampfansage

Guerrero fordert Revanche für die letzte Saison!

HAMBURG. (oh) Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass die abgelaufene Saison für HSV-Angreifer Paolo Guerrero eher ’suboptimal’ gelaufen ist.

“Es war nicht mein Jahr”, erklärt Paolo selbstkritisch.

Rückblick: Schon nach dem vierten Spieltag der letzten Saison war für den Peruaner der Spaß vorbei. Ein Kreuzbandriss im WM-Qualifikationsspiel Perus gegen Venezuela beendete den fabulösen Lauf des “Kriegers” in roten Hosen (vier Tore in vier Spielen).

Dann kam die Winterpause und die große Blockade in ein Flugzeug steigen zu können: Flugangst hielt Guerrero drei Monate in Lima fest. Nach der Rückkehr ins Team folgten ein Kurzeinsatz gegen Gladbach und 45 Heimspielminuten gegen Hannover 96 an dessen Ende der verhängnisvolle Wurf mit einer Platikgetränkeflasche auf einen HSV-Anhänger stand und fünf Spiele Sperre in der Liga nach sich zog.

Begleitet wurden diese Umstände von ewig andauernden Vertragsverhandlungen in denen bis zu 15 Millionen Euro Gehalt für drei Jahre aufgerufen wurden. Für den HSV war das untragbar, das Ende für Guerrero bei den Rothosen schien besiegelt. Doch das Gegenteil ist nun der Fall, der HSV bindet den Peruaner nach langen Diskussionen im Aufsichtsrat für weitere vier Jahre an sich.

Jetzt fordert Guerrero sich selber heraus, will Revanche für die total verkorkste Saison! “Ich will hart arbeiten und wieder fit für die Bundesliga werden. Ich bin voll konzentriert, denn es ist wichtig eine gute Vorbereitung zu spielen.”

Und so hängt sich der Peruaner, nach nur sechs Liga-Einsätzen in der letzten Runde, wie verrückt in den Trainingseinheiten rein, will Armin Veh zeigen, dass er in die Startelf gehört.

“Der Trainer gibt mir großes Vertrauen. Ich habe sieben Monate nicht gespielt und war sehr traurig. Jetzt habe ich die Chance zu spielen, bin optimistisch und möchte die Zeit, die ich verloren habe nutzen”, sagt Guerrero.

Die muss er auch nutzen, denn gerade das Vertrauen seiner Fans hat in der letzten Saison arg gelitten. Doch trotz harscher Kritik von allen Seiten, gibt es bisweilen auch Reaktionen, die ihn wieder aufbauen.

“Die Leute, denen ich begegne, sind mir gegenüber positiv und freuen sich, dass ich hierbleibe.”

Das gibt Kraft für den ganz großen Wurf!