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Letztes Spiel
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Die Tabelle Wo steht der HSV?
Pos Mannschaft Sp Tore Diff Pkt 1 •
Bor. Dortmund 34 66:22 44 75 2 •
Bay.Leverkusen 34 64:44 20 68 3 •
Bay. München 34 81:40 41 65 4 •
Hannover 96 34 49:45 4 60 5 •
Mainz 05 34 52:39 13 58 6 •
1. FC Nürnberg 34 47:45 2 47 7 ↑
1. FC K'lautern 34 48:51 -3 46 8 ↓
Hamburger SV 34 46:52 -6 45 9 ↓
SC Freiburg 34 41:50 -9 44 10 ↑
1. FC Köln 34 47:62 -15 44 11 ↓
Hoffenheim 34 50:50 0 43 12 ↓
VfB Stuttgart 34 60:59 1 42 13 ↓
Werder Bremen 34 47:61 -14 41 14 •
FC Schalke 04 34 38:44 -6 40 15 •
VfL Wolfsburg 34 43:48 -5 38 16 •
Bor. M'Gladbach 34 48:65 -17 36 17 •
Eintr. Frankfurt 34 31:48 -17 34 18 •
FC St. Pauli 34 35:68 -33 29 -
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1. Juli 2010
Nachgedacht!
Ja, wir machen uns Sorgen!
Ein Kommentar von Oliver Zender
Man könnte denken, die Verantwortlichen beim Hamburger SV haben sich entschieden, auch in dieser Saison sportliches Harakiri zu spielen. Anders sind die Entscheidungen der Führung nicht mehr zu erklären.
Neu-Coach Armin Veh schmeisst, so scheint es, zusammen mit Sportchef Bastian Reinhardt das sportliche Konzept, zukünftig auf junge, talentierte Spieler zu setzen über den Haufen. Der zehn Millionen-Neuzugang der vergangenen Saison, Marcus Berg soll gehen, stattdessen setzt Veh auf einen 33-jährigen Stürmer, der in der letzten Saison trotz vieler Vorschusslorbeeren einiges schuldig geblieben ist.
Im Tor will Veh eine neue Konkurrenzsituation schaffen, so die offizielle Sprachregelung für den Transfer von Jaroslav Drobny. Dass er damit Frank Rost vor die Tür setzt, den einzigen Spieler, der sich in der abgelaufenen Katastrophen-Saison in jedem Spiel für den HSV den Allerwertesten aufgerissen hat, scheint in den Hintergrund zu rücken. So wirkt die geplante Verpflichtung von Jaroslav Drobny auch ein wenig als Retourkutsche des Vorstandes für die stets kritischen Aussagen von Frank Rost in Bezug auf die Vereinspolitik. Aber Frank Rost gehört zu denjenigen Profis, die sich nicht verbiegen lassen und Rückgrat zeigen.
Auch für Ersatzkeeper Wolfgang Hesl wäre der Transfer von Drobny ein Schlag ins Gesicht. Hoffnungen darauf, nach dem Karriererende von Frank Rost, die Nummer eins zu werden, haben sich nach seiner Vertragsverlängerung jetzt offenbar zerschlagen.
Nun kommen noch die Gerüchte um Kapitän David Jarolim hinzu. Auch der stets loyale und bescheidene Jaro soll nach Medienberichten auf der Abschussliste stehen. Mit Gojko Kacar steht der HSV in Verhandlungen. Im Mittelfeld setzt Armin Veh seine Prioritäten künftig anders und der Kapitän gehört scheinbar nicht mehr in Vehs Planungen (HSV3000.de berichtete).
Noch vor einem Jahr hatte der HSV angekündigt, ein neues sportliches Konzept zu verfolgen. Dieses Konzept wurde bereits mit dem Transfer von Stürmer Ruud van Nistelrooy ad absurdum geführt. Zum Ende der Saison wollte man nur noch Spieler verpflichten und behalten, die sich mit dem Verein identifizieren, die charakterstark sind und dazu noch einen sportlichen Wert haben. Jetzt hofft der HSV, dass sich ein Spieler wie Ibrahim Afellay für den HSV entscheidet und nicht noch zu einem anderen Verein abspringt, der ihm ein besseres finanzielles Angebot macht. Ist das die neue Charakterstärke von Profis, auf die Armin Veh und Co in Zukunft setzen wollen?
Auf einer Ebene höher freut sich HSV-Chef Bernd Hoffmann über seinen erfolgreichen Deal mit Investor Klaus-Michael Kühne. Der Unternehmer beteiligt sich mit 15 Millionen Euro an den zukünftigen Transferaufwendungen des Vereins und wird im Gegenzug an möglichen Einnahmen aus Spielertransfers beteiligt. Der HSV gibt somit ein Stück Entscheidungsfreiheit aus der Hand und einem Investor ein Mitspracherecht über Personalentscheidungen eines Vereins. So kommt Kühne “gefühlt” in den Vorstand, ohne jemals von den Mitgliedern ein Mandat erhalten zu haben.
Für Aufsichtsratschef Horst Becker ist das Ganze ein scheinbar normaler Vorgang. In einem Interview sagt er, er verstehe die ganze Aufregung um den Kühne-Deal nicht und stellt fest, dass der Vorstand das operative Geschaft des Vereins führt, auf das die Mitglieder keinen Einfluß nehmen können und sollen. Eine bemerkenswerte Aussage.
Der HSV ist dabei, viele Sympathien zu verspielen und die Treuesten der Treuen zu verprellen. Sowohl auf Seiten der Spieler, aber vor allem auf Seiten der Anhänger. Wenn der HSV am Ende sportlich erfolgreich ist, haben Hoffmann & Co, wie in den letzten Jahren auch vieles richtig gemacht, doch der aktuell von Aufsichtsrat, Vorstand und sportlicher Leitung eingeschlagene Weg führt in eine gefährliche Richtung, weil er den Bestand des Vereins gefährdet.